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Deadpool Pulp

Der Abschluss von Marvels Noir-Schiene beschert uns einen heiklen Auftrag für Agent Wade Wilson im Kalten Krieg.

(C) Panini Comics / Deadpool Pulp / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAlternative Variationen von Superhelden sind seit jeher eine beliebte Spielwiese, was "Marvel Noir" zuletzt wieder einmal (und in den meisten Fällen auch gelungen) bewiesen hat. Die beiden letzten Jahre brachte Panini hierzulande fast alle Miniserien des Sublabels heraus, als Abschluss geht nun "Deadpool Pulp" ins Rennen – wobei der Zusatz im Titel die geringfügig geänderte Stoßrichtung bereits vorwegnimmt. Da Wade Wilson nicht so ganz in die "grimm and gritty" Atmosphäre seiner Kollegen passt, bekommt er einfach einen Ausflug in die heiße Phase des Kalten Krieges, mitten in die gefährliche Halbwelt von Halunken, Agenten und Wahnsinnigen, spendiert.


Das ist natürlich bester Pulp wie aus dem Lehrbuch, und so muss sich Deadpool mit einer ihm durchaus bekannten Dame herumschlagen, die ihre schönen Händchen ausgerechnet an eine von insgesamt drei Atombomben in Kofferform gelegt hat. Der schlaue Kopf hinter den brandgefährlichen Geräten, für deren Aktivierung zwei Schlüssel benötigt werden, ist natürlich spurlos verschwunden, daher schickt die CIA ihren besten Mann, um die Sache zu bereinigen. Doch neben seiner privaten Verbindung mit dem Gegner sind es auch Wades eigenen Erinnerungen aus der Zeit des Weltkrieges, die eine nicht unwesentliche Rolle im zunächst undurchdringlichen Nebel aus Vermutungen und Halbwahrheiten spielen.


Nach "Die Wette" ist das Autorengespann Mike Benson/Adam Glass erneut auf Deadpool angesetzt worden und macht seine Sache gut, wenn man auch nicht mit spektakulären Überraschungen aufwartet. Der düsteren Atmosphäre ist es wohl geschuldet, dass sich der spezielle Humor, der den Charakter ansonsten auszeichnet, nicht so ganz entfalten kann wie man das gerne hätte. Unterm Strich bleibt eine lesenswerte Geschichte, deren abschließenden Twist man aber so schon zu oft gesehen hat als dass er besonders in Erinnerung bleiben wird – dann schon eher der Gag auf der letzten Seite, der einen Bogen zur Geschichte des Deadpool aus dem regulären 616er Marvel-Universum spannt. Optisch schlägt sich "Deadpool Pulp" mit Laurence Campbells schmutzig und düster gehaltenen Artworks sehr gut, über die schönen Titelbilder von Jae Lee muss man ohnehin kein Wort verlieren.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics






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