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Audiobook-Review: 616 – Die Hölle ist überall (Lübbe Audio)

Ein geschändeter Sarg, die Knochen des Toten darin gebrochen – "Der Exorzist" trifft auf "Das Sakrileg".

616_die_hoelle_ist_ueberall_cover (c) Lübbe Audio / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer junge Jesuitenpater Albert Cloister ist Mitglied der "Wölfe Gottes", einer Kommission des Vatikans, die sich mit übernatürlichen Ereignissen befasst. Im Zuge seiner Arbeit taucht immer wieder die Botschaft "Die Hölle ist überall" auf und beunruhigt ihn zusehends. Währenddessen meint die Therapeutin Audrey Barrett in ihren Sitzungen mit Daniel, einem geistig behinderten alten Mann, Satan höchst persönlich im Körper ihres Patienten zu erkennen. Denn der Alte kennt Dinge aus ihrer Vergangenheit, die sonst niemand wissen dürfte. Zum Beispiel dass ihr Sohn seit fünf Jahren verschwunden ist.


Es folgt ein Exorzismus, der allerdings nicht wie geplant verläuft und so macht sich Audrey auf die Suche nach ihrem Kind und Albert auf die nach der Wahrheit. Die findet er zu guter Letzt im Heiligen Land in Form einer Schriftrolle die eine Botschaft enthält welche für die gesamte Menschheit sehr unangenehm sein wird.



"Die Hölle ist überall" ist das deutschsprachige Debüt des Schriftstellerduos David Zurdo und Angel Gutierrez, deren bisherige Werke lediglich in ihrer Muttersprache Spanisch veröffentlicht wurden. Die beiden Journalisten, die sich vor allem mit den Spezialgebieten Grenzwissenschaften und übersinnliche Phänomene befassen, legen uns hier eine Mischung aus Dan Browns Verschwörungstheorie "Das Sakrileg" und Peter Blattys Horrorwerk "Der Exorzist" vor und erfreuen mit einer altbewährten aber immer noch wohlschmeckenden Rezeptur aus Horror, einer Prise Verschwörung und einem Schuss Bösen.


Leider sind dennoch einige Mängel nicht von der Hand zu weisen. Diese hängen aber eher mit der etwas laienhaften Umsetzung als mit der durchaus spannenden Grundidee der Story zusammen. Die Geschichte beginnt mit mehreren Handlungssträngen, die sich nach und nach zu einem vereinen, was den Einstieg etwas zäh macht. Die häufigen Orts- und Szenenwechsel sollen wohl die Spannung entfachen und aufrechterhalten, sorgen aber eher für Ärger als Nervenkitzel.


Der Epilog, der wohl notwendig war um es Hollywood einfacher zu machen, den Stoff zu verfilmen, zerstört von der Düsternis des restlichen Buches. Positives kann man über die Umsetzung des Hörbuchs sagen: Gelesen wird es nämlich von Lutz Riedel – er leiht Timothy Dalton seine Stimme als Synchronsprecher und sorgt an den richtigen Stellen für Spannung. Er klingt auch nicht langweilig wenn die Story abflaut. Fazit: Eine durchaus schaurige Interpretation des altbekannten "Gut gegen Böse"-Themas mit vorhersehbarem Ende (Tipp: Der Titel sagt einiges aus).

# # # Maria Capek # # #


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