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Comic-Review: Spawn Goldslayer 1 (Panini)

Götter sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren. Vor allen Dingen lebendig, den der Godslayer macht sich mit scharfer Klinge daran, ihre Reihen zu dezimieren. Ganz oben auf seiner Liste steht in diesem Sammelband Ushrek, der grausame Winterkönig.

Spawn Godslayer 1 (c) Panini / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Prämisse von Spawn dürfte eingeweihten Comic-Freunden bekannt sein. Hier die Kurzversion: Held stirbt, geht mit dem Teufel einen Pakt ein, darf zu seiner Geliebten auf die Erde zurückkehren, muss dem dunklen Fürsten allerdings dienen. Wie aus der seit 1992 laufenden monatlichen Serie und den dazugehörigen Miniserien zu erfahren ist, gab es in der Geschichte bereits unzählige Personen, die diesen Deal eingegangen sind. Im Nachfolger des Oneshots „Spawn: Godslayer“ ist es Bairn, der im Auftrag dunkler Mächte die Götter der Welt Ur töten muss.

Im fantastischen Königreich Uhmber ist es der sogenannte Winterkönig Urshrek, der nach dem Willen von Bairns Gebieter das (über-) irdische Leben segnen soll. Dieser Gott unterdrückt die Bewohner der eisigen Einöde mit eiserner Faust: Im Gegensatz zu seinem brüderlichen Gegenpart, dem Sommerkönig, der die kürzere Zeit des Jahres herrscht, begnügt er sich nicht mit den obligatorischen Opfergaben der Früchte menschlicher Arbeit. Nein, bei ihm müssen es dann schon die Kinder seiner Untertanen sein, die es zu opfern gilt.

Ein Job also für den Godslayer, der sich sogleich auf den Weg zum Refugium des grausamen Herrschers macht. Orientierungshilfe dorthin leistet ihm der Dieb Dromo, den er unterwegs aufliest. Gemeinsam nähert sich das ungleiche Duo dem Winterkönig bis zum unvermeidlichen Showdown…

Erzählerisch ist „Der Winterkönig“ erste Sahne, Spawn-Insidern ist Autor Brian Holguin ja kein Unbekannter (Spawn #71-150 und Spawn: The Dark Ages #1-14, beide Serien sind auch auf deutsch erhältlich). Etwas träge beginnend, gewinnt die Story vor allem ab der Einführung Dromos an Konturen. Das altbekannte Schema „einsames, wortkarges Raubein und schlitzohriger, redefreudiger Sidekick“ geht voll auf.

Zeichner Philip Tan, der ebenfalls auch schon mal bei der regulären Spawn-Serie ran durfte, macht seinen Job mehr als gut. Sein präziser Zeichenstil tut der zumeist düsteren Atmosphäre keinen Abbruch, die Kolorierung ist wie immer bei Comics aus dem Hause Image fantastisch. Dank Dromo stellt sich beim Lesen auch der eine oder andere Grinser ein, sodass die ernsten Momente der Handlung zumindest etwas aufgewogen werden. Fans, die es dann doch noch etwas dunkler und düsterer haben wollen, seien an dieser Stelle auf die ebenfalls in Deutsch erhältliche, etwas ältere Serie „Curse of the Spawn“ hingewiesen. Schade ist allerdings, dass das Versprechen „Fortsetzung folgt“ nicht eingehalten werden kann, da die US-Serie bereits nach acht Ausgaben eingestellt worden ist – in diesem Band finden sich die ersten sechs. Wer sich am offenen Ende nicht stört, kann getrost zugreifen.
 
 
 # # # Andreas Grabenschweiger # # #
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