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Comic-Review: Hack/Slash 2 (Cross Cult)

Früh übt sich, wer ein guter Slasher werden will! Deshalb kann die mörderische Früherziehung nicht bald genug beginnen, wie Cassie und Vlad in ihren neuen Abenteuern feststellen müssen.

hack_slash_2_toedliche_fortsetzung_cover (c) Cross Cult / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer allseits beliebte Horror-Bösewicht Freddy Krueger versteht es ja bekanntermaßen in die Träume seiner jungen Opfer einzudringen und sie nicht nur dort, sondern auch in der realen Welt zu töten. Dieses simple Konzept hat nicht nur für einen absoluten Kultfilm des Genres gesorgt, sondern auch eine ganze Reihe mehr oder weniger gelungener Sequels sowie ein Duell mit einem anderen berüchtigten Slasher-Charakter ("Freddy vs. Jason" von 2003) nach sich gezogen. Für 2010 ist übrigens ein Remake des ersten Teils unter der Regie von Samuel Bayer geplant.


So wie Kindermörder Freddie von aufgebrachten Eltern seiner Opfer in einem Heizungskeller bei lebendigem Leib verbrannt wurde, ist auch der kleine Ashley Guthrie ermordet worden. Und zwar mit einem Teddybär erstickt von seiner eigenen Mutter, nachdem er seinen Bruder mit einem Spielzeug-Lastwagen erschlagen hatte. Dass er seine Spielsachen nicht teilen wollte, ist natürlich ein schwerwiegendes Motiv – jedenfalls ist auch der kleine, bösartige Balg zurückgekehrt und peinigt Menschen in ihren Träumen, bis sie nicht mehr aufwachen. Nachdem sich deren Zahl in unangenehme Höhen schraubt, werden Cassie Hack und Vlad zu Hilfe gerufen.


Dem "Land der verlorenen Spielsachen" folgt "Stich langsam", in dem unsere beiden Slasher-Jäger unliebsame Bekanntschaft mit dem Kosmetikunternehmen Ceutotech machen. Was das mit Slashern im Allgemeinen und einem psychopathischen Teddybären im Besonderen zu tun, sei an dieser Stelle nicht verraten – lediglich dass die Forschungsabteilung sehr eigenwillige Wege gefunden hat, um dem Problem der menschlichen Alterung ein neues Mittel entgegenzusetzen…

 

Band 2 von "Hack/Slash" kann leider nicht ganz an die Qualitäten des Vorgängers anschließen. Das liegt allerdings weniger am soliden Autor Tim Seeley, sondern an den verschiedenen Zeichnern, die hier zu Werke gegangen sind: Dave Croslands cartooniger Stil in der Debütgeschichte ist Geschmackssache, während Nate Bellegarde und Mark Englert in "Stich langsam" einfach nicht miteinander harmonieren. Die anschließenden "Kinotrailer" für Slasher-Filme in Comicform sind ein nettes Extra und schließen den Band ab, in dem wir auch Vlads Origin erfahren.

# # # Andreas Grabenschweiger # # #

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