Während beim Cross Cult Verlag mit "Freaks of the Heartland", "28 Days Later" und zuletzt "Bigfoot" (mit niemand geringem als Rob Zombie als Co-Autor) bereits einige Juwelen aus der Kollektion des Horror-Meisters hierzulande erschienen sind, beglückt uns Panini nun in den Nummern 61 und 62 seiner Reihe "DC Premium" mit der zwölfteiligen Maxiserie "Gotham after Midnight" – nach "Dunkles Land" (Nr. 44) ein weiterer Ausflug des Autors ins Superhelden-Genre. Zugegeben, das düstere Gotham City passt da schon hervorragend ins Portfolio.
Halloween ist für den Caped Crusader eine seltene Gelegenheit, sich unerkannt unter die umherziehenden Menschen in den Straßen zu mischen. Das dürfte dann allerdings auch schon der einzige Vorteil des Festes der Geister für Batman zu sein; schließlich treiben es die zahlreichen Irren in der Stadt zu dieser Zeit besonders bunt und halten ihn und die überlastete Polizei auf Trab. Heuer allerdings taucht ein neuartiger Schurke auf, an Wahnsinn seinen Kollegen mehr als ebenbürtig: Midnight, ein wenig ansehnlicher Zeitgenosse mit schlechten Manieren, was die Bestrafung von Übeltätern angeht. Die Leichen, die er hinterlässt, lassen nicht nur ihr Herz vermissen, sondern auch ein nachvollziehbares Motiv. Batman ist ratlos, und die parallel dazu verübten Diebstähle übernatürlicher Artefakte wollen sich nicht so recht zu greifbaren Hinweisen verdichten.
Die ersten sechs Teile der Geschichte, die Band 1 versammelt, lassen den Leser ebenso fraglos zurück wie den Titelhelden. Bis zum Schluss kann man sich keinen wirklichen Reim auf die Mordserie von Midnight machen, was die Neugier auf eine zufrieden stellende Lösung im Folgeband natürlich deutlich erhöht. Um die noch undurchsichtige Story etwas aufzupeppen, fährt Mr. Niles einige beachtliche Kaliber aus der ersten Reihe von Batmans Rogue Gallery auf: Scarecrow, Clayface, Man-Bat und der Joker sorgen für einige Action-Einlagen und nicht weniger Konfusion. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Puzzleteile zu einem Ganzen zusammenfügen werden – bis jetzt scheint sich "Mitternacht in Gotham" noch nicht von den unzähligen anderen Geschichten über maskierte Vigilanten, die die Justiz in die eigenen Hände nehmen, abzuheben.
Das schafft der Mann am Zeichenstift im Gegensatz dazu sofort: Kelley Jones, der vielen sicherlich noch von der damals bei Dino erschienen Batman-Monatsreihe aus der zweiten Hälfte der 1990er Jahre bekannt ist. Bereits damals spaltete er die Leserschaft in Bewunderer und strikte Gegner ob seines ungewohnten, ja stark expressiv angehauchten Zeichenstils – sein Batman mit den langen Spitzohren und nicht enden wollendem Cape ist jedenfalls Geschmackssache. Der Autor dieser Zeilen gehört klar zu den ihm wohlwollend gesinnten Lesern, wenngleich man im Gegensatz zu Batman und seinen Gegnern in der Darstellung normaler Personen doch einiges an Details vermisst und bei ihnen etwa anhand von Körperproportionen die surreale Komponente in Jones’ Artwork nicht ganz passend wirkt.
# # # Andreas Grabenschweiger # # #





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