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Comic-Review: Der dunkle Turm 2 (Splitter)

Der zweite Zyklus mit neuen Abenteuern aus Stephen Kings Mittwelt stellt die Hauptfigur über weite Strecken aufs Abstellgleis und ihre Gefährten ins Rampenlicht – was der Erzählung keineswegs schadet.
der_dunkle_turm_2 (c) Splitter / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWährend sich die erste, aus sieben Einzelheften bestehende Miniserie "Der Revolvermann" noch auf Material von Stephen Kings „Dunkler Turm“-Saga stützen konnte, betreten Autor Peter David und Robin Furth als des Meisters rechte Hand mit dem Nachfolger "Der lange Heimweg" neues Storytelling-Gebiet. In den Vereinigten Staaten im Frühjahr 2008 erschienen, hat der Splitter Verlag den Fünfteiler wieder in einer mustergültigen Edition vorgelegt.


Für alle, die den ersten Sammelband verpasst haben sollten, hier eine kurze Zusammenfassung: Roland Deschain aus Gilead wurde mit 14 Jahren zum bisher jüngsten Revolvermann aller Zeiten und damit beauftragt, gemeinsam mit seinen Weggefährten Cuthbert Allgood und Alain Johns den Zustand der Pferdezucht in der Baronie Hambry zu untersuchen, da man dringend auf Unterstützung im Kampf gegen den Scharlachroten König und seinen Handlanger John Farson angewiesen ist. Den drei Revolvermännern gelingt es, dessen Pläne für einen Angriff auf Gilead mittels alter Kriegsmaschinen und jeder Menge Öl für deren Betrieb zu vereiteln, Roland zahlt allerdings einen hohen Preis dafür: Seine neugewonnene Liebe Susan Delgado wird vom aufgebrachten Mob auf dem Scheiterhaufen verbrannt.


Zu Beginn des Nachfolgebands finden wir unsere drei Helden auf dem Rückweg nach Hause, dicht gefolgt von den Häschern John Farsons. Zu allem Übel wird Roland, noch geschockt und innerlich aufgewühlt vom Tod seiner Geliebten, ins Innere der geheimnisvollen Wahrsagekugel gesaugt, derer man in Hambry habhaft geworden ist. Genauer gesagt landet nur sein Geist in der unheimlichen, albtraumgeschwängerten Welt mit rotfarbigem Himmel – sein Körper bleibt an Ort und Stelle, wo er Cuthbert und Alain an der Flucht vor den Verfolgern behindert. Alle Versuche der beiden, Roland aus der Gewalt der Kugel zu befreien, scheitern, als plötzlich Sheemie, der Dorftrottel von Hambry, auftaucht. Währenddessen wird Roland zu einer ungewollten Audienz beim Scharlachroten König geladen, der sich als naher Verwandter vorstellt…


Obwohl der vorliegende Mehrteiler weniger Platz für die Entfaltung der Story zur Verfügung hat als der Vorgänger, geht Peter David es diesmal gemächlicher und geradliniger an. Er rückt Roland als Hauptfigur zur Seite und räumt seinen Begleitern genügend Platz ein, um sich verstärkt ihrer Charakterisierung widmen zu können. Das tut auch der Atmosphäre gut, da hier trotz des ständig lauernden Todes der eine oder andere Witz ausgetauscht wird – wenn auch mit einem gehörigen Schuss Galgenhumor. Zum heimlichen Hauptdarsteller der Miniserie schwingt sich allerdings unzweifelhaft Sheemie auf, dessen Rolle hier stark aufgewertet worden ist. Die Action ist insgesamt stark zurückgenommen worden, was dem Gesamteindruck nicht wesentlich schadet – es bleibt spannend zu erfahren, ob die dritte Miniserie (im US-Original "Treachery" betitelt) wieder etwas mehr Fahrt aufnehmen wird.


Jae Lees Zeichnungen sind wie auch in Band 1 über jeglichen Zweifel erhaben und ein wahres Freudenfest für die Augen, bei Richard Isanoves Farbgebung stechen vor allem die Rottöne der Endwelt grandios hervor. Die der Erzählung hintangestellten ausführlichen Textpassagen liefern für "Dunkler Turm"-Novizen essentielle Hintergrundinfos, die ebenfalls abgedruckten Covers der beiden Miniserien, Charakterskizzen und Artworks von Jae Lees sowie der dem edlen Hardcover-Band beigefügte Druck lassen einem wieder einmal keine andere Wahl, als hier zugreifen zu müssen!

 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #



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