Für viele gibt es nur einen Bond: Sean Connery. Andere meinen Roger Moore sei der bessere 007. Aber nur wahre Connaisseure wissen wirklich, dass beide Schauspieler die Romanfigur Ian Flemings unerreichbar gut auf der Leinwand dargestellt haben. Nach dem Schotten Sean ("Mein Schottland, mein Leben") hat nun auch der 82-jährige englische Gentleman Roger seine Memoiren veröffentlicht.
Sean Connery wurde überhaupt erst durch seine Rolle als 007 in "James Bond 007 jagt Dr. No" (1962) so richtig populär, während Roger Moore bereits durch die Fernsehserien "Simon Templar" (1962-1969) und "Die Zwei" (1971-1972) an der Seite von Tony Curtis große Erfolge feierte, bevor er 1972 in "Leben und sterben lassen" die Nachfolge des "Scotsman" Connery als Böslinge und Liebschaften vernichtender Agent angetreten ist. Moore zählte zu diesem Zeitpunkt bereits 45 Lenze – gehörte also auch schon nicht mehr zu den allerjüngsten, was aber seiner Rolle als 007 noch mehr Ausdruckstärke und Format als "Mann von Welt" gegeben hat.
(Sir) Roger Moore wurde am 14. Oktober 1924 in London als Sohn eines Polizisten geboren und musste schon als Teenager aufgrund der Bombenangriffe der Luftwaffe kurzzeitig auf die englische Countryside flüchten. Doch hegte er keinen Groll gegen Deutschland und diente dort ab 1945 in der britischen Armee. Sehr spannend liest sich dieser Teil in Roger Moores Leben – später spricht er über seine ersten Gehversuche in der Schauspielerei sowie Erfolge und Misserfolge in der Damenwelt.
Wie man es von ihm wahrscheinlich vermuten möchte, so stocksteif sind gewisse Textpassagen auch geschrieben, weswegen es auch immer wieder überrascht, wenn Moore absolut witzige Seitenhiebe an die High Society verteilt. Unglaublich interessant wird es für Fans erst richtig, wenn er über seine Jahre im Bond-Zirkus plaudert – viele, viele Anekdoten sind selbst für die eingefleischtesten Bond-Fanatiker Neuigkeiten.
Als Moore sich Ende der 1980er ein wenig vom Filmgeschäft entfernte, setzte er sich (und setzt sich noch immer!) als Botschafter der UNICEF Organisation sowie der Tierschutzorganisation PETA gegen all die Missstände auf unserer Welt ein. Auch darüber spricht er im Buch, was nicht unbedingt immer unterhaltsam ist.
"Mein Name ist Bond… James Bond" langweilt stellenweise etwas, im Allgemeinen wird der Leser aber doch schwer unterhalten und erfährt auch so einiges aus der Welt der Schauspielerei. Wer sich aber mit dem großartigen Menschen und einzigartigen Schauspieler Roger Moore bis ins letzte Detail befassen will und noch tiefer ins James Bond Universum eindringen will, kommt um seine Autobiographie überhaupt nicht herum. Und vielleicht erlebt er ja noch so einige Abenteuer, dass es für ein zweites Buch reicht, wenn er dann mal 120 Jahre alt geworden ist. Schön wäre es.
# # # Thomas Sulzbacher # # #





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