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Audiobook-Review: Danger 7 (Maritim/vgh Audio)

Über den Ersten Weltkrieg herrscht im Allgemeinen die Meinung, dass er den Beginn der Ära der Materialschlachten – beginnend mit der Bombardierung Verduns durch die Deutschen – einläutete. Auch dies wird in diesem Hörbuch in aller Deutlichkeit dargestellt. Die letzten Überlebenden werden von Tag zu Tag weniger.

danger_7_gas_cover (c) Maritim/vgh Audio / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNicht zuletzt aus diesem Grund macht sich Archäologe Dan Cartland in Folge 7 der "Danger"-Reihe von vgh Audio daran, eine unbekannte deutsche Stellung in Flandern auszugraben, deren Erwähnung plötzlich ohne Gründe im Heeresbericht endet. Das liegt nicht nur daran, dass diese Schützengräben zerstört wurden. Tief in der Erde verschüttet wartet das Grauen, und es dürfe niemals wieder ans Tageslicht kommen…


Brüssel in der Jetztzeit. Das Ausgrabungsteam kann es kaum erwarten endlich mit den Grabungen nach besagter deutscher Stellungen zu beginnen. Teamleiter Cartland bekommt, nachdem er sich in sein Zelt zurückgezogen hat, einen seltsamen Besuch von einem Deutschen, der ihn beschwört die Ausgrabungen zu beenden. Der Archäologe staunt nicht schlecht, als ihm der Unbekannte ein Tagebuch überreicht und sagt, er solle diese Aufzeichnungen des damals hier stationierten Soldaten Hans einmal lesen, dann würde er schon wissen, weshalb er ihm diese Bitte abnehmen müsse…


Ein gelungener und vorsichtiger Einstieg in die Zeit des Ersten Weltkrieges. Belangloser Alltag beherrscht die Szene und wird dann später von Angst, Tod und Schrecken abgelöst. Das wunderbare an der Geschichte ist ihre Verflechtung mit altem Stoff, der sich mit einem etwas moderneren vermischt. Ein "Remix" sozusagen aus einer Antikriegs-Dramenthematik und dem Horrorgenre.


Diesem Hörbuch gelingt es zwar nicht hundertprozentig, aber dafür zu 99% zu überzeugen. Die überaus gut gelungenen musikalischen Soundeffekte der Kriegsszenen, dramatische Musik und die nicht zu überzogenen, sondern authentisch gehaltenen Dialoge verleihen dem Hörbuch einen glaubhaften, fesselnden und spannenden Touch. Ebenso wirken die Sprecher in ihren Rollen glaubhaft und nicht gekünstelt. Unweigerlich ein Umstand, der zur qualitativen Umsetzung beiträgt. Die Szenenwechsel zwischen Tagebuch der Retrospektive und der Gegenwart wurden überaus gekonnt umgesetzt. Die vorhin bereits erwähnte Musik untermalt exzellent die bedrückende und düstere Stimmung der Geschichte und begleitet den gefesselten Zuhörer von kriegerischen Szenen bis zum Grauen selbst.


Hans, der Soldat, schreibt in seinem Tagebuch von den Vorkommnissen, die er just an dem Ort erlebte, wo die Ausgrabungen fast ein Jahrhundert später stattfinden sollen. Die Aufzeichnungen berichten vom Alltag in den Schützengräben, von Kameradschaft und Kampfhandlungen gegen die Engländer. Bis eines Tages eine neue, streng geheime Waffe geliefert wird. Gas. Doch mit diesem Gas hat es etwas ganz besonderes auf sich. Es lässt die Gegner nämlich nicht nur sterben…

# # # Mario Miletich # # #

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