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Comic-Review: Elfen Lied 1 (Tokyopop)

Durch die Gegend wirbelnde menschliche Körperteile, zwischendurch eine Prise Humor – eine ungewöhnliche Mischung aus Splatter-Action und Slapstick. Die Vorlage für einen der interessantesten Animes der vergangenen Jahre gibt es nun auch hierzulande zu lesen.

elfen_lied_1_cover (c) Tokyopop / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer "neue Mensch" ist bereits unter uns. Ein mächtiger Mutant, der sich in seinen Fähigkeiten weit über den Homo sapiens erhebt und diesen auch auszulöschen vermag. Nein, diesmal sind ausnahmsweise nicht Wolverine oder andere X-Men gemeint, sondern ein unscheinbares Mädchen mit dem unscheinbaren Namen Lucy. Hinter der netten Fassade verbirgt sich allerdings eine gewaltige Macht: Als so genannte Diclonius verfügt sie über gewaltige Kräfte, die sie zu einer Gefahr für die Menschheit werden lassen kann. Meint jedenfalls das japanische Militär, das sie in einer streng geheimen Forschungseinrichtung gefangen hält und Experimente an ihr durchführt.


Als jedoch ein Wachmann die Vorschrift verletzt, sich ihr nicht näher als zwei Meter zu nähern, kommt es zum großen Gemetzel. Ihre unsichtbaren Arme, die sie durch Telekinese steuert, zerlegen die versammelte Mannschaft binnen Sekunden. Bei der Flucht aus der Einrichtung trifft sie ein Schuss am Kopf und lässt sie ins Meer fallen. Kurze Zeit später taucht sie völlig nackt am Strand wieder auf…


…und wird vom jungen Studenten Kota, der Vollwaise ist und erst vor kurzem in die Stadt gekommen ist, und seiner Cousine Yuka gefunden. Sie bringen das Mädchen, das nichts außer dem Laut "Nyu" von sich gibt und sich wie ein Kleinkind verhält, in ihr Haus und kümmern sich um es. Währenddessen schickt Kurama, der Leiter der Forschungseinrichtung, seinen besten Mann aus, um den Flüchtling zu liquidieren.


Wie der 13-teilige Anime beginnt auch der Manga zu "Elfen Lied" mit einigen Splatterszenen, die sich mit längeren Szenen relativer Ruhe abwechseln. In diesen sorgt Lynn Okamoto vor allem durch einige Slapstickeinlagen mit der tollpatschigen Nyu/Lucy für Unterhaltung. Für Freunde weiblicher Rundungen blitzt hin und wieder auch Nyus blanker Busen auf, der den schüchternen Kota natürlich mehr als verwirrt und für Spannung und Eifersüchteleien zwischen ihm und Yuka führt.


Die ungewöhnliche Kombination aus Action, Mystery, Humor, Teenager-Romantik und dem schlüpfrigen Etchi-Genre ist jedenfalls gelungen und bleibt stets spannend. Zeichnerisch lässt sich ebenfalls nichts aussetzen, vor allem die großformatigen Kampfszenen sind in ihrer Dynamik toll eingefangen; Okamotos Striche sind vor allem bei den Naturkulissen sehr detailliert ausgefallen. Um die Wartezeit auf den Nachfolger etwas zu überbrücken, gibt es schließlich mit „MOL“ und „Digitopolis“ zwei Bonus-Geschichten, die in der Mitte und am Ende des Bands auf den Leser warten.

 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #

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