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Book-Review: Spielefresser, Biomonster & Fanboys (CSW)

Was ist ein Gulo-gulo? Und was haben Heraklit, Lessing, Humboldt oder Napoleon mit dem PC oder Playstation zu tun? Eine ganze Menge! Wer sich auf diese Kolumnen einlässt, wird in den Alltag des modernen Spielers abtauchen.

spielefresser_biomonster_und_fanboys_cover / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSeid ihr auch schon seit den Achtzigern in der Videospiel-Szene unterwegs (oder war es erst seit den Neunzigern)? Habt ihr auch bemerkt, wie der Stellenwert der Videospiele in der Gesellschaft von 0 auf 100 geschossen ist und diese dadurch immer mehr ins Rampenlicht der Medien gerückt sind (leider meistens aber auf negative Art und Weise)?! Ärgert Ihr euch über Grafikprotzer, denen aber die „Seele“, also der Spielspass fehlt? Dann werden euch die zusammengefassten Gedanken und offenen Briefe von Jörg Luibl an die Spieleindustrie und Gesellschaft in „Spielefresser, Biomonster & Fanboys“ Freudentränen in die geröteten Spieleraugen treiben, den dieser rechnet genau mit den eingangs erwähnten Themen und Problemen ab.

Jörg Luibl ist Gründer, Spieletester und Chefredakteur des im Jahre 2000 in Hamburg aus der Taufe gehobenen Onlinespielemagazins „4players.de“ und hat dort immer wieder in Kolumnen über seine Ansichten über die Spielewelt und seiner Ausläufer sinniert. Diese waren so erfolgreich, dass sie nun in Buchform erschienen sind. Und zurecht! In humorvoller Art und Weise befasst sich Luibl mit immer aktuellen Themen wie zB dem Alltag als Rezensent: kaum bewertet man ein groß angekündigtes Spiel mit 80% (anstatt ihm einen Award zu verleihen) und spricht über dessen rar gesäte Fehler, tritt einem auch schon der Publisher/Hersteller die Türe ein und schreit „Zeter und Mordio“! In ihrer Angst nicht mehr unterstützt zu werden, ziehen daher immer mehr Magazine ihren „virtuellen Schwanz“ ein und fälschen Reviews zugunsten der Hersteller ab: Qualitäts- und Glaubwürdigkeitsverlust at its best!

Luibl schreibt auch über die Zensur in Deutschland und die allgemeine Ego-Shooter-Hetze. Humorvoll geht er auch hier wieder an dieses brisante Thema heran und gibt wieder, was der schiesswütige und schwertschwingende Leser schon so oft sagen wollte aber sich nicht getraut hat. Auch taucht er ein in Retrogamesgewässer und trauert um die Farbenfröhlichkeit (im Sinne von Qualität) vergangener Tage, ärgert sich über die künstlich in die Länge gezogenen neuen Erscheinungen und lobt aber auch die Rückkehr der Ideenvielfalt auf die neuen Konsolen (DS und Wii).

Alles in allem ist „Spielefresser, Biomonster & Fanboys“ ein schöne Hommage an die Spielewelt und seine Spieler – eine unterhaltsame Lektüre, die man sich als begeisterter „Fanboy/girl“ nicht entgehen lassen darf.


###Thomas Sulzbacher###
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