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Book-Review: Die Simpsons und die Philosophie (Tropen)

In drei Teilen geben zehn Philosophen anhand der berühmt-berüchtigten, von Matt Groening erfundenen US-amerikanischen TV-Familie Simpson einen Überblick über den oft verwendeten, doch selten wirklich verstandenen Begriff der Philosophie.

die_simpsons_und_die_philosophie_cover (c) Tropen / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas Resultat stellt für Fans fast schon ein "Muss", aber auch für Simpsons-Kritiker mit ein klein wenig Interesse an der faszinierenden Geisteswissenschaft eine geeignete Unterhaltungslektüre, dar. Nur keine Angst! Es ist nicht notwendig vorher dicke Wälzer über Aristoteles, Kant & Co. Durchzuarbeiten, auch der philosophische Laie wird bei diesem Werk mit keinerlei Verständnisproblemen zu kämpfen haben.

 

Im ersten Teil werden die einzelnen Mitglieder der Familie Simpson mit ihren jeweiligen Charakteristika bzw. Verhaltensweisen vorgestellt. Die Persönlichkeiten von Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie werden hierbei immer mit Aussagen und Thesen großer Philosophen wie Aristoteles oder Nietzsche in Zusammenhang gebracht. So wird beispielsweise Lisas tugendhafter, intelligenter Charakter oder Homers primitive, aber grundsätzlich niemals richtig bösgemeinte Lasterhaftigkeit entgegengestellt und analysiert. Doch auch der Rest der Simpson-Family kommt nicht zu kurz. Sogar Klein-Maggies kaum vorhandene Artikulation und Stammelei werden gedeutet. In Folge kommt die Wichtigkeit ihrer Rolle in dem ganzen Gefüge zum Vorschein. Die Autoren kommen immer wieder zu erstaunlichen, witzigen Erkenntnissen, die diesem Buch den gewissen Pfiff verleihen.

 

Teil 2 handelt unter anderem Moral und Unmoral im heuchlerischen Springfield ab, wobei immer wieder Szenen aus der Erfolgsserie beschrieben werden.

 

Und zu guter Letzt beschäftigt sich der dritte Teil des Buches namens "Die Simpsons und die Philosophen", – na, womit schon? – unter anderem mit Springfields Bewohnern aus marxistischer Sicht; mit der Frage "Was heißt Denken?" und weiteren vieldiskutierten, mitunter auch politischen Fragestellungen der Gesellschaft.

 

Da sich die Bezugnahmen auf verschiedenste Szenen einzelner Simpsons-Folgen, die es wie Sand am Meer gibt (zurzeit 20 Staffeln rund 430 einzelnen Episoden!), wie ein roter Faden durch das Buch ziehen, sei nun noch erwähnt, dass dieses Werk insgesamt eher für Simpsons-Fans oder zumindest Simpsons-Kenner die ideale literarische Unterhaltung darstellt.

 

# # # Isabella Strobl # # #

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