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Comic-Review: Hack/Slash 1 (Cross Cult)

Für alle, die von Slasher-Klassikern wie "Nightmare on Elm Street", "Halloween" oder "Scream" nicht genug bekommen können, warten die Abenteuer von Cassie Hack und ihrem Kumpel Vlad in Comicform.

hack_slash_1_cover (c) Cross Cult / Zum Vergrößern auf das Bild klicken"The first cut is the deepest", besonders im Fall von Slasherfilmen und der darin omipräsenten Verletzung von für das Überleben wichtiger Regionen des menschlichen Körpers. Jedem sind heutzutage Namen wie Michael Myers oder Jason Voorhees ein Begriff, das Subgenre des Horrorfilms erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit, seit der erste Teil der "Halloween"-Reihe (1978) die Kinoleinwände mit Blut besudelte. Unter den zahlreichen mehr oder weniger kreativen Epigonen der Low Budget-Produktion, die allein in den USA 47 Millionen Dollar Einnahmen am Box Office verzeichnete, ragt vor allem Robert Englunds Darstellung von Freddie Krueger in den "Nightmare on Elm Street"-Filmen in den 1980er Jahren hervor.


Nachdem es dann etwas ruhiger um die Sache wurde, war es vor allem Wes Cravens "Scream"-Trilogie, die in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre erneut einen Hype um psychopathische Serienkiller im Kino auslöste. Bedeutsam sind die drei Teile nicht nur als Frischzellenkur für das bis dahin ziemlich ausgelutschte Horrorfach, sondern auch in der Einführung von ironischen Elementen, die mit den Regeln und Eigenarten des Genres spielten und sie teilweise auch auf die Schippe nahmen – siehe die berühmten drei Regeln, um einen Horrorfilm zu überleben (kein Sex, keine Drogen oder Alkohol und unter keinen Umständen sagen, dass man gleich zurückkommt weil dass nie der Fall sein wird).


Eine weitere klassische Komponente vieler Slasher-Filme ist das Mädchen, das am Ende des Gemetzels überlebt. Ein solches ist Cassie Hack, Hauptfigur der bei Cross Cult erschienenen Serie "Hack/Slash" vom US-Verlag Devil’s Due Publishing. Selbst Tochter einer Serienkillerin, stellt sie ihr Leben in den Dienst der guten Sache und bringt gemeinsam mit ihrem Begleiter Vlad Slasher zur Strecke – meist untote, denn wie wir ja wissen kommen sie alle wieder. Im Debütband machen ein zurückgebliebener Tierarztgehilfe, eine völlig durchgeknallte religiöse Fanatikerin und ein Comic-Fan mit zwar hehren, aber mordlüsternen Absichten Ärger.


Herausgekommen ist bei den ersten drei Storys von Tim Seeley und Zeichner Stefano Caselli eine kurzweilige Killerhatz, die sich in Sachen explizit dargestellter Gewalt überraschenderweise auf weiten Strecken doch eher zurückhält und dem Spannungsaufbau damit gut tut. Bis auf wenige Sequenzen erfahren wir leider wenig über Cassies und Vlads Seelenleben, weshalb sie (noch?) eher blass bleiben. Es wird sich zeigen, ob in Band 2 hier etwas in Bewegung kommen wird oder ob man seinen filmischen Vorbildern getreu hauptsächlich für unterhaltsame Action ohne allzu großen Tiefgang bietet. Für Insider übrigens äußerst amüsant ist ein Gastauftritt von Comic-Autor Steve Niles, der allerdings ziemlich schnell und blutig beendet wird. Insgesamt betrachtet also ein bluttriefender Snack für zwischendurch; versüßt durch eine zusätzliche Weihnachtsgeschichte der etwas anderen Art, Covergalerie, Sketches und allerlei interessante Infos zur Serie und ihren Charakteren.

# # # Andreas Grabenschweiger # # #



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