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Comic-Review: Battle Royale 2 (Tokyopop)

Das "Programm" geht weiter und wieder sind im gegenseitigen Kampf der Schüler der Klasse 3B Todesfälle zu verzeichnen. Gleichzeitig werden Bündnisse ebenso wie Fluchtpläne geschmiedet.

battle_royale_2_cover (c) Tokyopop / Zum Vergrößern auf das Bild klicken"Lehrer sind Vorbilder, und Bilder hängt man auf." Dieser alte Schülerwitz würde zumindest auf Herrn Kamon zutreffen – seines Zeichens neuerdings für 42 Schüler aus der Shiroiwa-Schule zuständig, die im sogenannten "Programm" einander gegenüberstehen. Im Rahmen dieses alljährlich von der Regierung der faschistischen "Großen Ostasiatischen Republik" veranstalteten Wettbewerbs wird eine Klasse auf eine abgelegene Insel verfrachtet und mit allerlei Waffen und Ausrüstung ausgestattet.


Dieses dient dazu die Kameraden zu eliminieren, den nur einer wird als Sieger aus dem Gemetzel hervorgehen – pazifistischen Anflügen wird dabei durch einige Tricks im Reglement vorgebeugt. Gewisse Bereiche der Insel werden regelmäßig zu verbotenen Zonen erklärt, die bei Betreten explosive Halsbänder an den Schülern auslösen. Wenn nicht mindestens alle 24 Stunden jemand stirbt, sind alle dran. Ein teuflisches Spiel also, dem Shuya Nanahara und seine Klassenkameraden ausgesetzt sind. Und es scheint so zu funktionieren, wie das der psychopathische Kamon und seine Mitarbeiter geplant haben: Bereits im ersten Band von Koushon Takami und Masayuki Taguchi war der Blutzoll mit 17 getöteten Schülern enorm.


"Regeln und Knochen, beides gehört gebrochen." Getreu diesem Motto handeln Shuya, die verletzte Noriko und Shogo, der mit seinen Erfahrungen als Sieger des "Programms" vom Vorjahr eine wertvolle Hilfe ist. Gemeinsam sind sie auf der Suche nach einem Ausweg und einer Fluchtmöglichkeit von der Insel, immer auf der Hut vor schießwütigen Mitschülern. Die Angst ist begründet, denn vor allem der völlig skrupellose Kazuo Kiriyama schreckt vor nichts zurück. Schließlich kommt es zum unvermeidlichen Shootout zwischen ihm und Shuya, der allerdings anders endet als geplant.


Wie vorauszusehen war, metzelt Autor Takami sein noch vorhandenes Personal nicht mehr in derartig rasanter Geschwindigkeit dahin, doch für einen spektakulären Abgang ist dann doch immer noch Platz. Erneut werden auf großzügigen Splashpages hinterlistige Morde begangen und bösartige Schuss- und Fleischwunden ebenso großzügig verteilt. Daneben gibt es vermehrt Flashbacks mit Sequenzen aus der Vergangenheit der Haupt- und Nebencharakter, wenn auch letzere im Zusammenhang damit meist den Löffel abgeben müssen.


Nichtsdestotrotz macht sich spürbar eine stärkere psychologische Komponente auf den Seiten von Band 2 breit, die vor allem mit der vorrübergehenden Trennung von Shuya und Shogo auch gelungene Charakterstudien abliefert. Zwischendurch wird Kazuo zum neuen Oberbösewicht aufgebaut, während Kamon nur über Lautsprecherdurchsagen in Erscheinung tritt. Zu erwähnen ist auch der stärker an Gewicht gewinnende Handlungsstrang mit dem Hacker-Genie Shinji und seinem tollpatschigen Freund Yutaka, die einen extravaganten Plan zur Flucht konstruieren. "Battle Royale" bleibt spannend und ein Pageturner, nicht zuletzt durch das detaillierte Artwork von Zeichner Taguchi.

# # # Andreas Grabenschweiger # # #

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