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Comic-Review: Peanuts Werkausgabe 5 (Carlsen)

Was haben "Family Guy", "The Simpsons" und "South Park" und viele, viele andere Cartoons gemeinsam? Sie allen wurden von Charles M. Schulz’ Lebens- und Meisterwerk "Peanuts" inspiriert!

peanuts_werksausgabe_5 (c) Carlsen / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNiemand konnte damals ahnen, wie populär die "Peanuts" werden sollten als Charles M. Schulz sie anno 1947 noch unter dem Titel "Lil’ Folks" zum ersten Mal veröffentlichte. Erst ab 2. Oktober 1950 wurden die "Peanuts"-Comicstrips regelmäßig in den amerikanischen (und später auch internationalen) Sonntagszeitungen abgedruckt. Bis zum 13. Februar 2000 – einen Tag nach dem Tod von Schulz – sind die Abenteuer rund um Charlie Brown, Snoopy, Lucy, Schroeder, Woodstock, Peppermint Patty, Linus und Konsorten abgedruckt worden – 17.897 Sonntagstrips insgesamt, eine unglaubliche Zahl!

 

Was an den "Peanuts" von Anfang an so besonders war, sind (unter anderen ) folgende Faktoren: Dass sich alles nur in der Kinderwelt abspielt und dort nie Erwachsene (zumindest sichtbar) vorkommen, dass ein Hund (Snoopy) in Sprechblasenform denken kann und Baseball spielt, dass Charlie Brown – der introvertierte Loser – für alle Ewigkeit von seiner Freundin Lucy gepiesackt wird, welche wiederum selbst (wenn auch vergeblich) den Pianisten Schroeder anhimmelt.

 

Charles M. Schulz sagte 1973 (kurz nach seiner Scheidung) in einem Interview: "Seltsamerweise habe ich in den vergangenen Monaten bessere Comics gezeichnet – oder zumindest einige meiner besten. Der menschliche Geist wird mir wohl ewig ein Mysterium bleiben!" Die "Peanuts" waren und sind noch immer ein Spiegel der Seele von Mr. Schulz – die gesellschaftskritischen Strips sind Inspirationsquell für Cartoons wie zum Beispiel Seth McFarlanes "Family Guy" gewesen, deren Hund Brian, der denken und sogar sprechen kann, Snoopy zum Verwechseln ähnlich sieht. In einer "Family Guy" Episode (Season 7, Episode 1) verkleidet sich Brian zu Halloween sogar als Snoopy! Natürlich ist „Family Guy“ viel extremer in der Humordarstellung als "Peanuts", aber die Zeiten haben sich auch geändert.

 

Die "Peanuts" sind – ohne zu übertreiben – als literarisches Meisterwerk zu bezeichnen. Jeder Mensch, der mit den Comics – oder auch der TV-Serie – aufgewachsen ist, kann sich glücklich schätzen, dies erlebt zu haben. Der eine oder andere hat sich vielleicht auch mit einem der Charaktere identifizieren können – hoffentlich aber nicht Charlie Brown! Der Carlsen Verlag veröffentlicht alle 25 Bände der „Peanuts“ Werksausgaben, somit das gesamte Lebenswerk des großen Charles M. Schulz. Sammler, Literaturbegeisterte und Comicnerds sollten sich dies nicht entgehen lassen. In der mir vorliegenden Werksausgabe Nr. 5, die chronologisch abgedruckte Comicstrips aus den Jahren 1959 und 1960 bringt, ist neben einer sehr interessanten Einleitung der Schauspielerin Whoopie Goldberg auch die Einführung eines neuen Charakters ins "Peanuts"-Universum zu finden: nämlich Charlie Browns Schwester Sally, welche wieder neuen Wirbel in die Clique bringt. Ich freue mich auf die nächste Ausgabe – bis zum Abschluss der Bücherreihe müssen wir uns aber noch bis 2016 gedulden!

Danke, Charles M. Schulz!

 

# # # Thomas Sulzbacher # # #

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