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Book-Review: Star Trek – Titan & Star Trek – Vanguard (Cross Cult)

Wer sich immer schon gefragt hat, was eigentlich nach "Star Trek: Nemesis" geschehen ist, bekommt mit der Romanreihe alle Antworten präsentiert. In den vier Bänden werden wesentliche Lücken gefüllt. Auch Fans der Originalcrew um Captain Kirk werden mit drei neuen Bänden bedient.
star_trek_titan (c) Cross Cult / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAm Ende von "Star Trek: Nemesis", dem zehnten Film der Star Trek-Filmreihe, wird einem eigentlich das gigantische Potential aufgezeigt, das dieses Franchise über die Kinoleinwand hinaus bietet. Da gibt es doch so viele Geschichten, die weitererzählt und so viele Zusammenhänge, die geschlossen werden wollen; bin ich denn der einzige, der so denkt? Glücklicherweise nicht, wie, unter anderem, die im Cross Cult Verlag erschienene Romanreihe "Star Trek: Titan" eindrucksvoll unter Beweis stellt.


Wer „Nemesis“ gesehen hat weiß, dass man am Ende mit einer Menge offenen Fragen zurückgelassen wird. William Riker, Deana Troy und Dr. Crusher bekommen neue Aufgaben an neuen Orten zugeteilt. Commander Worf hingegen kehrt zrrück und Data hat im Zuge seiner heldenhaften Opferung für Captain Picard das Zeitliche gesegnet. Zum Auftakt der ersten beiden Bände „Eine neue Ära” und "Der rote König" zeichnet das Autorenduo bestehend aus Andy Mangels und Michael A. Martin verantwortlich – beides alte Hasen in diesem Sektor und ihres Zeichens leidenschaftliche Langzeit-Star Trek-Fans.


Der erste Band "Eine neue Ära" bildet den Beginn eines neuen Kapitels im Star Trek-Universum. Nach beinahe zehn Jahren Konflikt mit den Kardassianern, den Borg, Klingonen und dem Dominion steht die Vereinte Förderation der Planeten am Beginn eines neuen Zeitalters. Die Sternenflotte verfolgt erneut ihre Mission der friedlichen Erkundung neuer Arten und Planeten, dem Erweitern ihres Denkhorizonts und der Diplomatie. Eines der zahlreichen Sternenflottenschiffe, das diese friedliche Mission unterstützt, ist die U.S.S. Titan unter dem Kommando von Captain William T. Riker. An Bord befindet sich die bunteste Mischung aller möglichen Kulturen und Spezies, die es bisher je in der Sternenflotte zu sehen gab.


Prätor Shinzons Tod kreiert ein Machtvakuum, welches das Romulanische Imperium an den Rande eines Bürgekriegs bringt. Die verschiedenen Lager konkurrieren im Kampf um die Kontrolle über die vor dem Verfall stehende Zivilsation. Sollte das Imperium entgültig fallen würde das die ganze Region in diesem Teil der Galaxie aus dem Gleichgewicht bringen.


Die Titan wird als Streitschlichter auserkoren und muss eine lang erwartetete Forschungsmission auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Riker soll zwischen den zerrütteten romulanischen Fraktionen vermitteln. Doch gerade als begonnen werden soll Romulus wieder aufzubauen, planen Mitglieder des gefürchteten Geheimdienstes "Tal Shiar" im Untergrund ihre eigenen Intrigen, um die Macht an sich zu reißen. Riker und seine Crew sind die letzte Hoffnung den Quadranten vor einem bevorstehenden Chaos zu bewahren.


Endlich gibt es mal wieder ein Buch, das ohne obligatorischen Prolog und Epilog auskommt. Stattdessen ist das erste Kapitel gleich in zwei Teile aufgeteilt: Der erste Teil spielt Wochen vor "Star Trek Nemesis", der zweite Teil beginnt Momente vor dem Anschlag auf den Imperator und den Senat (Anfangssequenz von "Star Trek 10"). Die beiden Autoren schaffen es gekonnt, einen Neuanfang im "Back to the roots"-Stil zu kreieren; in eine Zeit, in der die Sternenflotte ihre Ressourcen zu Forschungs- und nicht zu militärischen Zwecken genutzt hat. Erfreulicherweise kommt die Geschichte ohne Schlachten gegen die Borg, die Romulaner und das Dominion aus.


star_trek_vanguard (c) Cross Cult / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFreunden der Star Trek-Romane sei außerdem noch die "Star Trek: Vanguard"-Reihe ans Herz gelegt, die ebenfalls im Cross Cult Verlag erscheint. Mysterien und Politik stehen in dieser Reihe im Vordergrund. Den Auftakt zur Reihe bildet "Der Vorbote". Nach seiner historischen ersten Mission an den Rand der Galaxie wandert die beschädigte U.S.S. Enterprise unter Captain Kirk durch die Weiten der riesigen, kaum erforschten Taurus-Ausdehnung. Dort trifft sie auf eine enorme, scheinbar im Eiltempo "aus dem All gestampfte" Sternenfottenbasis. Verwundert über das mögliche Interesse der Sternenflotte in einem Gebiet, so weit ab vom Schlag und so nah an der Grenze zwischen Tholianern und Klingonen, beordert Kirk die Enterprise zu dieser Station 47, auch bekannt als Vanguard (Vorbote).


Kirk lässt die Exiztenz dieser gigantischen Sternenbasis keine Ruhe und er schöpft bald den Verdacht, dass mehr hinter Vanguard steckt als es der Anschein vermuten lässt. Die Tholianer, Klingonen und Orionen sind auch der Meinung, dass die Förderation weit mehr als friedliche Absichten hat, so plötzlich die Thaurus-Ausdehnung zu erforschen und zu besiedeln.


Als jedoch eine Gefahr aus den Tiefen der Ausbreitung die Anwesenheit der Sternenflotte in diesem Sektor zu gefährden droht, beschliessen Kirk, Spock und andere Mitglieder der Enterprise der Vanguard-Crew bei der Aufklärung zu helfen und den Schaden einzudämmen. In dieser Zeit lernen sie über den Sinn der Existenz der Vanguard-Station und deren Bedeutung für das weitere Leben in diesem Teil der Galaxis kennen.


"Vanguard" wurde im Rahmen der originalen Star Trek-Serie aus den 1960er Jahren angesetzt, abgesehen von einigen vernachlässigbaren Kleinstabweichungen. Hier findet man alles, Abenteuer, Action und nervenzerreißende Spannung. Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und die überraschenden Wendungenn bringen selbiges zum Rasen. Die Bände von "Star Trek: Vanguard" und "Star Trek: Titan" aus dem Cross Cult Verlag sind Pflichtlektüre für jeden anspruchsvollen Star Trek-Liebhaber.

# # # Michel Bakhoum # # #



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