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Die drei ??? 154

Ohne Vorwarnung sehen sich Justus, Bob und Peter mit einem Gegenspieler konfrontiert, der sich selbst James Moriarty nennt, gleich dem Erzfeind von Sherlock Holmes. Schnell zeigt sich dass der Unbekannte seinem literarischen Vorbild in nichts nachsteht.

(C) Europa/Sony Music / Die drei Fragezeichen 154 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie neuesten Ermittlungen der "drei ???" muten an wie ein Kinderspiel. Zwar handelt es sich um einen Fall von Werkspionage in großem Stil, doch ist der Täter bereits nach wenigen Stunden überführt und die Juniordetektive können einen weiteren Erfolg auf ihrem Konto verbuchen. Nur kurz Zeit später werden Justus, Peter und Bob jedoch eines Besseren belehrt, als sie einen mysteriösen Brief erhalten. Scheinbar haben ihre jüngsten Nachforschungen die Kreise einer mächtigen Unterweltgröße gekreuzt, der sich den "drei ???" in seinem Schreiben als James Moriarty, der Erzfeind von Sherlock Holmes, vorstellt.


Er beauftragt die Jungen mit der Lösung eines komplizierten Rätsels. Ähnlich wie einst beim Duell zwischen Holmes und Moriarty nimmt Justus Jonas die Herausforderung an. Schnell zeigt sich Moriarty als ein Gegner, der über großen Einfluss verfügt und mit perfiden Tricks Ermittlungen in die falsche Richtung bestraft. Selten zuvor sah man sich einem so gefährlichen Gegner gegenüber, der dem Trio aus Rocky Beach immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

 
Kari Erlhoff, die Verfasserin von "Botschaft aus der Unterwelt", scheint sich auf die Fahne geheftet zu haben, die Serie inhaltlich nachhaltig zu stärken. Eine Überlegung, die man vorbehaltlos unterstützen kann, stellte doch gerade dieser Produktionsaspekt in der Vergangenheit das eine oder andere Mal das große Manko der zurückliegenden Veröffentlichung dar.


Justus Jonas einen Gegner gegenüberzustellen, der sich nach dem Erzschurken aus den Romanen von Sir Arthur Conan Doyle benennt und dem ersten Detektiv geistig ebenbürtig scheint, übt einen großen Reiz aus und weiß neben dem kniffligen Rätsel zu überzeugen. Die vielen verstecken Anspielungen auf die Geschichten von Sherlock Holmes wissen ebenfalls gut zu unterhalten. Mit dieser Folge wird eventuell der Grundstein für weitere Storys mit einem wiederkehrenden Gegenspieler gelegt, ähnlich wie der Meisterdieb Victor Hugenay, der immer wieder mit den drei Detektiven die Klingen kreuzte.


Inhaltliche Schwächen offenbaren sich nur dort, wo doch zu sehr versucht wird, sich dem Agententhriller anzubiedern. Mal ehrlich, wer bitteschön kommt auf die Idee, einem gewöhnlichen Jugendlichen einen teuren Chip unter die Haut zu verpflanzen, um ihn per GPS orten zu können?


Die Stärken liegen hier eindeutig bei der Auseinandersetzung mit dem Werk von Arthur Conan Doyle und den darauf fußenden Rätseln. Solche Folgen dürfen in Zukunft gerne häufiger erscheinen. Produktionstechnisch gibt es wenig zu bemängeln und man schafft es mit den bewährten Mitteln, einen guten Beitrag der Serie zu kreieren. Die Sprecher der Hauptrollen sind wie gewohnt mit Eifer bei der Sache. Auch die Haupt- und größeren Nebenrollen sind solide gesprochen, lediglich die kleineren Nebenrollen klingen das eine oder andere Mal etwas unbeholfen und unsicher, was natürlich daran liegen könnte, dass es Neulinge auf dem Gebiet des Hörspiels sind. Die 154. Ausgabe der Juniordetektive aus Rocky Beach ist der mit Abstand beste Beitrag der Serie nach dem großen Jubiläum, das man mit der 150. Folge feiern konnte. Der positive Aufwärtstrend scheint sich fortzusetzen. So machen die "drei ???" wieder richtig Spaß!



# # # Justus Baier # # #



Publisher: Europa/Sony Music





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