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Die Elfen 7

Ollowain und Ganda begeben sich auf eine gefährliche Reise um das Herzland der Albenmark zu retten.

(C) Folgenreich/Universal Music / Die Elfen 7 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenKönigin Emerelle ist es gelungen, die Invasion der Trolle ins Herzland des Elfenreichs abzuwenden. Dies gelang ihr jedoch nur, indem sie einen der Albenpfade zerstörte und tausende Trolle ein Ende im Nichts finden. Dafür zahlen die Elfen nun einen hohen Preis, denn den bösartigen Schattenwesen der Yingiz gelingt die Flucht aus dem Nichts zwischen den Pfaden. Nun ist Eile geboten, schnell muss ein wirksames Mittel gefunden werden wie man die Yingiz bekämpfen kann. Zu diesem Zweck brechen der Schwertmeister Ollowain und die Lutin Ganda zur Bibliothek von Iskendria auf, um dort Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Dort ist man tatsächlich bereit Ollowain zu helfen, jedoch nicht ohne Gegenleistung.


Bevor er Zugriff auf das geheime Wissen der Bibliothek erhält, soll der Elf von seinen zurückliegenden Erlebnissen während des Krieges mit den Trollen berichten. Der Schwertmeister willigt ein. Während der seinen Bericht abliefert, scheint dieser jedoch immer mehr den Verstand zu verlieren und sich zu einer Bedrohung zu entwickeln. Kann es tatsächlich sein, dass die Konfrontation mit der Vergangenheit den Krieger so schwer traumatisiert hat, oder steckt ein bisher noch unbekannter Feind hinter den seltsamen Ereignissen in den Tiefen der Bibliothek? Ganda befürchtet das Schlimmste und versucht hinter die Geheimnisse des Wissenshorts von Iskendria zu kommen.


Nahtlos finden die Ereignisse der vorherigen Folge "Die goldenen Pfade" mit "Der Bibliothek von Iskendria" ihre Fortsetzung. Informationen über die bisherigen Ereignisse erhält man nur in einigen wenigen kurzen Sätzen. Eine Zusammenfassung ist allerdings auch nicht wirklich erforderlich, denn die siebte Folge von "Die Elfen" konzentriert sich im Wesentlichen auf die Reise von Ollowain und Ganda nach Iskendria und ihrer dortigen Suche nach Informationen über die geheimnisvollen Yingiz. Was dem Hörer dabei geboten wird, ist erstklassige Fantasy-Unterhaltung in Reinkultur. Hier wird wirklich alles aufgeboten, was eine gute Story dieses Genres ausmacht. Interessante Charaktere, exotische Orte, große Geheimnisse im Verbund mit einem Plot, der spannende Wendungen bietet und dafür Sorge trägt dass man bis zum Schluss gebannt vor den heimatlichen Boxen verweilt.


Zwar kann gegen Ende von "Die Bibliothek von Iskendria" nicht von einem wirklichen Cliffhanger gesprochen werden, allerdings aber werden dem Rezipienten Dinge offenbart, die es schwermachen, bis zur nächsten Folge zu warten. In Sachen Komplexität und der Anzahl der verschiedenen Handlungsstränge wird einem schnell klar, dass dieses Hörspiel einem Roman zugrunde liegt und nicht, wie so häufig, ein Romanheftchen, was diese Produktion wohltuend von vielen anderen Serien auf dem Markt abhebt. Der Inhalt einer Serie kann noch so gut sein, wenn die technische Umsetzung und die gebuchten Sprecher nicht die Qualität besitzen, um das Gesamtprodukt zu einem Erfolg zu machen. Doch diese Befürchtung besteht bei "Die Elfen" zu keinerlei Zeit. Gerade dann, wenn Geräusche benötigt werden, um die Vorstellungskraft des Hörers zu befeuern, laufen Dennis Ehrhardt und sein Team zur Höchstform auf. Egal ob an Deck eines Segelschiffs oder tief im Wüstensand, die Geräusche klingen ausnahmslos authentisch und ermöglichen es ohne Probleme, die geschilderten Orte nachvollziehbar zu machen. Die Musik wird einmal mehr von vielen pathetischen und majestätischen Stücken dominiert, so wie man es von einem anständigen Fantasy-Hörspiel erwarten darf.


Die Sprecher sind erneut top, eine andere Beschreibung würde ihren Leistungen in diesem Hörspiel in keiner Weise gerecht. Bei der Besetzung der Rollen hat man Fingerspitzengefühl bewiesen, denn die Figuren wurden so vergeben, dass die Klangfarbe der Stimme auch zu dem Volk passt, dem der Charakter entstammt. Besonders im Gedächtnis bleibende Stimmen sind in dieser Folge Laura Maire (Ganda), Bernd Rumpf (Ollowain) und Santiago Ziesmer (Qualbam). Es macht einfach nur Spaß diese großartigen Sprecher bei der Arbeit zu erleben. Daneben agieren viele weitere bekannte Stimmen in Haupt- und Nebenrollen und vermitteln einen Eindruck davon, wie erstklassig dieses Fantasyepos besetzt ist. So sind in "Die Bibliothek von Iskendria" Daniela Hoffmann, Helmut Zierl, Uli Krohm, Luise Lunow und noch viele andere bekannte Namen vertreten.


Das Cover ist detailreich gestaltet und gibt eine der Szenen aus dem Hörspiel wieder. Die Zeichnung ist wie bei eigentlich allen bisherigen Folgen wieder äußerst stimmig ausgefallen und reiht sich nahtlos in den guten Gesamteindruck der Serie ein. "Die Bibliothek von Iskendria" ist eine Hörspielproduktion, der es gelingt, den Flair der erfolgreichen Bücher von Bernhard Hennen einzufangen und im Hörspiel lebendig werden zu lassen. "Die Elfen" brauchen im Fantasy-Genre keine Konkurrenz zu fürchten, denn im Moment gehört der Serie der alleinige Platz auf dem Olymp.



# # # Justus Baier # # #



Publisher: Folgenreich/Universal Music





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