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DC Comics Graphic Novel Collection 8

Immer Ärger mit dem Nachwuchs!

(C) Eaglemoss / DC Comics Graphic Novel Collection 8 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWas die aktuellen Geschehnisse rund um den Mitternachtsdetektiv betrifft, führt kein Weg an Scott Snyder vorbei. Gemeinsam mit Starzeichner Greg Capullo ("Spawn", "The Creech") hat er seit dem Start der "New 52" von Kritikern wie Fans gleichermaßen gefeierte Storys regelrecht am Fließband produziert (zuletzt "Zero Year"). Der US-Jungstar dürfte also in diesem Jahrzehnt jenen Stellenwert einnehmen wie sein schottischer Kollege Grant Morrison in den 2000er Jahren.


Mit "Batman" 655 begann dieser einen Run, der im Leben des Dunklen Ritters vieles auf den Kopf stellen sollte, und die erste Bombe zündete er gleich zum Auftakt. Seine Hassliebe Talia al Ghul stört eine Spendengala in London mit einer Horde Man-Bats und enthüllt dem auf den Plan getretenen Batman, dass er einen Sohn hat: Damian, jahrelang von den Assassinen der Mordliga trainiert, erweist sich als psychopathische halbe Portion und prügelt zunächst einmal Robin halb zu Tode. Viel Zeit, seinem garstigen Sohnemann Manieren beizubringen, bleibt Batman allerdings nicht, denn Talia hat die Frau des englischen Premierministers in ihrer Gewalt.


Getragen von den wie immer brillanten und dynamischen Strichen von Andy Kubert, greift Grant Morrison Elemente der "Elseworlds"-Story "Batman: Son of the Demon" (1987) auf und rüttelt den Status quo der Bat-Familie ordentlich durch. Wir erleben nicht nur einen Bruce Wayne, der sich gegenüber seinem nächtlichen Alter ego zu behaupten versucht, sondern auch einen Vater-Sohn-Konflikt der härteren Sorte. Zwischen Abneigung und Mitgefühl gegenüber Damian werden alle Emotionen des Lesers bedient, was klar für Morrisons Erzählung spricht, die die Action gekonnt ins Geschehen einbindet.


Ein Wehmutstropfen ist allerdings, dass Eaglemoss nach den "Batman"-Ausgaben 655-658 noch die Nummern 664 und 665 nachreicht, die mit dem Titel des Bandes, "Batmans Sohn", nicht wirklich etwas zu tun haben. An dieser Stelle wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, die Ausgabe 666 abzudrucken, in der gemäß der "satanischen" Nummerierung ein Blick in die Zukunft des Dunklen Ritters geworfen wird und in dessen Kostüm dann Damian steckt. Als Bonus gibt es diesmal "Detective Comics" 411 aus dem Jahr 1971 mit dem Debüt von Talia al Ghul zu lesen.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Eaglemoss






Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.eaglemoss.de/dc-sammlung.


 
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