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Aphrodite IX 1

Die grünhaarige Killerin ist zurück, und diesmal nicht nur mit optischen Reizen, sondern auch einer spannenden Story gesegnet.

(C) Panini Comics / Aphrodite IX 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenTitel wie "The Walking Dead", "Saga", "Chew" und "Revival", um nur einige zu nennen, haben dafür gesorgt, dass Image Comics in unseren Tagen als Qualitätsgarant wahrgenommen wird. Bekanntlich war das nicht immer so, die Serien des Verlags kamen darüber hinaus oftmals mit quälend langen Verspätungen in den Handel, da die Kreativen nicht wie etwa bei Marvel oder DC an die Zeitplan-Leine genommen wurden. Es konnte aber auch vorkommen, dass Schöpfer ihre Serien trotz großem PR-Rummel im Vorfeld und entsprechendem Leserinteresse verließen und sich anderen Projekten zuwandten.


Ein Extrembeispiel, bei dem sich beides überschnitt, war "Aphrodite IX". Im Jahr 2000 gestartet, erschienen über einen Zeitraum von fast zwei Jahren gerade einmal vier reguläre Ausgaben sowie eine Nullnummer. Der Grund hierfür soll gewesen sein, dass Autor/Zeichner David Finch schlicht und einfach die Lust an seiner Kreation verlor, was einige Zeit zuvor auch bei "Ascension" der Fall gewesen sein dürfte, denn auch hier war der gute Mann nach einigen Nummern der ebenfalls von ihm erschaffenen Serie desertiert.


Keine ungünstigen Voraussetzungen also für "Aphrodite IX", um auf ewig im Comic-Limbo zu verschwinden, zumal die Titelheldin, eine für Infiltration und Mord geschaffene grünhaarige Killerandroidin, nicht gerade eine umwerfende Story auf den schönen Leib geschneidert bekam. Umso größer war das Hallo, als Matt Hawkins den Charakter kürzlich wieder ausgrub und der Einfachheit halber einen Zeitsprung um mehrere hundert Jahre in die Zukunft machte.


Hier wird Aphrodite durch einen Zufall wiedererweckt und gerät zwischen die Fronten zweier rivalisierender Fraktionen, die sich um den letzten bewohnbaren Flecken Erde in Äquatornähe streiten. Sie schließt sich zunächst Marcus an, dem Thronfolger der von einer theokratischen Monarchie regierten Stadt Genesis, ohne jedoch zu ahnen, dass ihr "Betreuer" von damals ebenfalls reaktiviert wurde. In der Lage, sie jeden Tag für 20 Minuten zu steuern, setzt dieser sie als Attentäterin für die gegnerischen, autokratisch regierten Menschen mit kybernetischen Verbesserungen von Speros ein.


Mit dem Vorteil in der Hinterhand, dass er keine Rücksicht auf die dünne Story der Vorlage nehmen muss, zaubert Matt Hawkins ein gefälliges postapokalyptisches Szenario aus dem Hut, das den ursprünglichen Super/Antihelden-Stoff zur reinrassigen Sci-Fi-Erzählung werden lässt. Mitten in den (noch) utopischen Verteilungskrieg platziert er seine gedächtnislose Killerin, die sich ebenso wie der Leser schwer tut, hier zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Eine interessante Prämisse, die von Starzeichner Stjepan Sejic ("Witchblade", "Artifacts") in gewohnt opulenten Bildern präsentiert wird und alles in allem einen gelungenen Neustart eines zuvor farblosen Charakters darstellt.

 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics


 
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