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Gabriel Burns 39

Ohne jede Vorwarnung lässt ein plötzlich auftretendes Dröhnen den Menschen die Schädel bersten. Tief im brasilianischen Urwald liegt das Geheimnis des eigenartigen Geräuschs verborgen.

(C) Decision Products/Sony Music / Gabriel Burns 39 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn einer brasilianischen Marineeinrichtung kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall. Dem Personal platzen ohne jegliche Erklärung die Schädel – mit einer einzigen Ausnahme, dem Taucher Cesar Suarez. Vor einem Militärtribunal schildert der Soldat, er habe während des Vorfalls ein seltsames Dröhnen in seinem Kopf gespürt. Die Obrigkeit ist trotz mangelnder Beweise davon überzeugt, dass der Elitetaucher in die rätselhaften Todesfälle verwickelt ist, und stellt den jungen Mann unter Beobachtung.


Trotz der Auflage die Stadt nicht zu verlassen, reist Cesar ins Amazonasgebiet, um mehr zu erfahren, was mit ihm auf der Marinebasis geschehen ist. Gemeinsam mit zwei weiteren undurchsichtigen Reisegefährten, einem zwielichtigen Pater namens Miguel und der jungen Yolanda Fuentes, begibt er sich in den brasilianischen Regenwald auf die Suche nach der Insel der Sammlerin. Doch anstatt Antworten zu erhalten, wartet das Grauen auf die kleine Gruppe von Suchenden. Ein Grauen, das jegliche Erwartungen der drei Reisenden um ein Vielfaches übersteigt.


Bereits zum vierten Mal in Folge wird auf den Einsatz des bekannten Sprecherteams weitestgehend verzichtet. Wer nun jedoch vermutet, dies würde der Serie schaden, dem sei gesagt: "Der Ruf des Leviathan" zählt zu den bisher besten Veröffentlichungen der Serie überhaupt. An all jene, die kritisieren, die hier präsentierte Handlung habe so gar nichts mit dem eigentlichen Geschehen der Serie zu tun, geht der Appell, die Folge aufmerksam bis zum Ende zu verfolgen, denn dann wird das eben Gehörte in den Gesamtkontext gesetzt und ist durchaus schlüssig. Was spricht dagegen, sich auf neue, interessante Charaktere einzulassen, die diese Serie bereichern? Komplexität ist sicherlich kein negativer Aspekt, der gegen eine Serie spricht. Wer lieber abgeschlossene Einzelhörspiele konsumiert, dürfte mit "Gabriel Burns" bereits bei früheren Veröffentlichungen nicht warm geworden sein.


Einmal mehr punktet diese Episode mit einer düsteren, fast greifbaren Atmosphäre, die sich wie ein Tuch über den Hörer legt. Wenn die Expedition in den abgelegenen Dschungel aufbricht, in dem sich das Grauen verborgen hält, kann die Reise in die grüne Hölle beim intensiven Hören durchaus ein physisches Erlebnis werden, denn Volker Sassenberg und seinem Team verstehen es wie kein Zweiter, Ängste und Bedrohung beim Rezipienten hervorzurufen. In dieser Episode werden erneut neue Figuren in den Serienkosmos integriert, die sicherlich auch in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden, insbesondere der faszinierende Charakter Cesar Suarez. Überhaupt wird erst sehr wenig von den neuen Mitarbeitern Bakermans preisgegeben, sodass man sich bereits jetzt auf neue spannende Enthüllungen einstellen kann.


Stillstand kann man der Serie auf keinen Fall unterstellen, den einige der in "Der Ruf des Leviathan" geschilderten Ereignisse lassen wieder einige Mosaikteile an die richtige Stelle rutschen und sorgen für ein immer klareres Gesamtbild rund um die fahlen Orte. Die Soundkulisse ist wieder einmal einzigartig. Hier erwacht der Urwald im wahrsten Sinne des Wortes zum Leben und zeigt seine unheimliche, bedrohliche Seite. Gerade beim Hören über ein Headset erwacht die Welt von Gabriel Burns zu dunklem, pulsierenden Leben. Vom Stammpersonal der Sprecher sind hier lediglich Jürgen Kluckert als Erzähler und Ernst Meincke als Bakerman zu hören. Dazu kommen in weiteren Hauptrollen Uve Teschner (Suarez), Silke Werner (Yolanda) und Gerald Paradies (Pater Miguel), die allesamt überzeugend agieren und auch in Zukunft noch mit ihrem Können begeistern werden. Die weiteren Charaktere sind ebenfalls gut besetzt und jeder weiß, wie er seine Figur in Szene setzen muss, um sie lebendig werden zu lassen. Lustlose, abgelesene Dialoge sind hier Fehlanzeige.


Das einzelne, geöffnete Auge auf dem Cover ist ein klarer Blickfang und wird sicherlich dafür sorgen, neue Kunden für die Serie zu erschließen. "Gabriel Burns" zeigt mit "Der Ruf des Leviathan", dass die Serie in einer ganz eigenen Liga spielt und auf dem deutschen Markt sicherlich einzigartig ist. Dies gilt sowohl für die hohe Qualität der Sprecher, die düstere, nicht selten bedrückende Atmosphäre als auch eine faszinierende, komplexe Handlung, die ihresgleichen sucht! Ein Muss für Mystery-Fans!


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Decision Products/Sony Music



 
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Wie schon beim Vorgänger legt Cross Cult auch zu "300: Rise of an Empire" ein schickes Artbook vor.
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