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Audiobook-Review: NYPDead – Medical Report 3 (Maritim/vgh Audio)

Wer es deftig, blutrünstig und plastisch ekelhaft liebt, ist bei dieser Folge voll in seinem Element: Zwischen Hirnfetzen und Schädelsplittern wühlen sich unsere Helden der Wahrheit entgegen.

Cover NYPDead - Medical Report 3 (C) Maritim Verlag/vgh Audio / Zum Vergrößern auf das Bild klickenKein Tag vergeht ohne Mord in New York City – jedenfalls nicht für das Ermittlerteam um Dr. Russell Owen, Chef der Gerichtsmedizin in der wohl schrägsten Stadt der Welt. Und die Fälle in dieser Folge sind an Skurrilität wohl kaum zu überbieten. Die Tochter eines reichen Bauunternehmers wurde gekidnappt und die Herrschaften vom Einsatzkommando haben den Entführer erschossen, bevor dieser den Ort preisgeben konnte, an dem das Opfer versteckt ist. Dumme Sache – doch was hat die Gerichtsmedizin damit zu tun? Im Zweifel natürlich alles, wenn andere nicht mehr weiter wissen. Und so kommt Kyle Anderson aus Owens Team zu dem zweifelhaften Vergnügen, dem toten Körper des Entführers den entscheidenden Hinweis zu entlocken – und die Zeit drängt. Denn der Entführer hat post mortem noch ein Ultimatum an die New Yorker Polizei gestellt!


Aber auch Kyles Kollegin Melissa Caballero ist nicht zu beneiden: Neben permanenten Anzüglichkeiten ihres Chefs (und Ex-Lovers) Owen muss sie sich, ebenfalls unter Zeitdruck stehend, mit dem Fall eines Serienkillers auseinandersetzen, der seine Opfer offenbar enthauptet. Leider sind die Köpfe der Opfer regelrecht geplatzt, also muss Melissa Köpfe basteln um des Rätsels Lösung zu finden. Pikanterweise findet sich in dem ganzen Schädelmatsch keine Spur einer Mordwaffe!


Wer es realistisch mag, ist hier fehl am Platz. Obwohl die Story von "Spuren nach dem Tod" in einigen Bereichen schon fast lächerlich übertrieben wirkt, darf man hier das Gesamtkonzept nicht aus den Augen verlieren: Es soll ekelhaft gruselig sein und Spaß machen. Und das gelingt auch in dieser Folge recht virtuos, wieder mit der Extraportion New Yorker Zynismus und angewandtem Sexismus. Man schaut sich ja einen Porno normalerweise auch nicht wegen der geistreichen Dialoge an (Soziologiestudenten vielleicht ausgenommen), oder? In Summe kann man, wenn man es mit dem Realismus nicht allzu genau nimmt, der ganzen bisherigen Reihe eine sehr gute Note ausstellen. Sie ist spannend, lustig, makaber und ekelhaft – nichts für schwache Nerven und Mägen. Aber nicht zuletzt genau richtig für jene Tage, an denen es gut tut zu wissen dass es anderen, auch wenn sie rein virtuell sind, noch schlechter geht.



# # # Moritz Hawliczek # # #





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