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Comic-Review: Northlanders 3 (Panini)

Weiter geht die intensive Geschichtsstunde in Sachen Nordmannen. Brian Wood legt in seinem dritten Sammelband den Fokus nicht nur auf einen Hauptcharakter, sondern beleuchtet in vier Kurzgeschichten verschiedene Aspekte der Wikinger-Gesellschaft.

Cover Northlanders 3 (C) Panini Comics / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn "Blutiger Schnee" bricht Brian Wood mit seiner bisherigen Erzählstruktur. Im Gegensatz zu den vorangegangenen zwei Bänden ist nicht ein einziger Hauptcharakter die Triebfeder für einen ausgiebigen Blick in die Geschichte der Wikinger, sondern werden in vier Storys unterschiedliche Bereiche der nordmännischen Lebenskultur beleuchtet.


In der Geschichte "Lindisfarne" durchlebt ein kleiner Junge den inneren Zwiespalt seiner eigenen Herkunft und der ihm aufgezwungenen Lebens- und Denkweise. Er selbst ist nordischer Abstammung, wurde jedoch als Christ erzogen. Der Junge beginnt sich Fragen über den eigenartigen Glauben der Christen zu stellen und fühlt sich immer mehr zu den nordischen Gottheiten hingezogen. Als plötzlich Wikinger an der Küste anlegen, um über das Dorf Lindisfarne in Nordengland herzufallen, greift er fest entschlossen in die Invasion ein.


"Die Kunst des Einzelkampfes" ist ein faszinierender Einblick in die Kampftechniken und Taktiken der Wikinger. Zwei verfeindete Familien führen seit langer Zeit eine erbitterte Blutfehde. Um den Streit zu beenden schicken sie ihren jeweils besten Kämpfer in den Ring. Zwei Männer mit unterschiedlicher Denkweise, verschiedenen Waffen und unterschiedlichen physischen Eigenschaften. Während der Kampf zwischen den Duellanten tobt, erklärt der Erzähler aus dem Off diverse Seiten der nordischen Kampftechnik.


Drei junge, nordische Frauen sind in "Die Schildjungfern" auf der Flucht vor einer Armee der Sachsen. Sich diesen zu ergeben verheißt keine rosige Zukunft, deshalb beschließen die drei Frauen sich ein einer nahegelegenen und verlassenen Festung zu verschanzen. Im zwölfstündigen Rhythmus folgt Flut auf Ebbe und gibt den kampfeslustigen Frauen immer wieder Zeit zu verschnaufen und sich den heranrückenden sächsischen Männern gut vorbereitet zu stellen.


In der vierten und letzten Geschichte, "Sven, der Unsterbliche", kehrt Sven aus dem ersten Band als Hauptfigur zurück. Es sind bereits viele Jahre vergangen und Sven musste sein Schwert lange nicht mehr benutzen. Er lebt zurückgezogen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern und kümmert sich wenig um die restliche Welt. Doch die Legende über Sven, den Unsterblichen, lebt weiter. So wollen sich sechs junge Männer beweisen und suchen Sven auf, um zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Sven sieht sich gleichzeitig mit dem Drang seine Familie zu beschützen und mit seinem eigenen, übergroßen Mythos konfrontiert. Doch auch wenn die Knochen eines Nordmannes alt sind, verlieren sie nicht an Kampfeslust.


Fazit: Wiederum ist es Brian Woods detailierte Recherchenarbeit und erzählerisches Geschick, gemeinsam mit der Auswahl an großartigen Zeichnern, die den vorliegenden dritten Band erneut zu einem hervorragenden Lesevergnügen machen. Der ungewöhnlich tiefe Einblick in so unterschiedliche Bereiche und Denkweisen der Nordmänner und -frauen läßt die angeblich dunkle Epoche der Wikinger in großartiger Lebendigkeit für den geneigten Leser auferstehen. Ich kann die Fortsetzung dieser atemberaubenden Geschichtsstunde kaum erwarten – unbedingte Leseempfehlung!



# # #  Andreas Himmetzberger  # # #





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