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Comic-Review: Stolz und Vorurteil und Zombies Graphic Novel (Panini)

Das öde Landleben der britischen Aristokratie zwischen Bällen und Verkupplungsaktionen bekommt hier einen neuen Kontext. Zombies streifen durch die Lande und haben nur ein einziges Ziel: Menschliche Gehirne schlürfen.

Cover Stolz und Vorurteil und Zombies Graphic Novel (C) Panini Comics / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZu einem wahren Klassiker der englischsprachigen Literatur wurde der Roman von Jane Austen, der 1813 erschien. Einige Jährchen und gefühlte 197 Verfilmungen später wurde die Story von Seth Grahame-Smith in ein neues Setting geschraubt und auch für die Neunte Kunst adaptiert. Wie man aus dem Titel unschwer ablesen kann, verursachen die mordenden Untoten gehörigen Stress bei der britischen Bevölkerung. Somit wird innerhalb dieser Graphic Novel ein Genre konstruiert, das wohl irgendwo zwischen hoher Literatur und guter alter Comic-Tradition anzusiedeln ist.


Die Hauptcharaktere der Handlung sind Elizabeth Bennet und Fitzwilliam Darzy. Elizabeth wurde in ihrer Kindheit gemeinsam mit ihren Schwestern in Richtung Asien geschickt, um dort die Kampfkünste zu erlernen, die in diesen Zeiten mehr als überlebensnotwendig sind. Als tödliche Amazonen kehrten sie danach ins graue England zurück und gliederten sich wieder in das traditionelle Landleben ein. Als irgendwann einmal der reiche und gutaussehende Mr. Darzy in die Nachbarschaft zieht, wittert Elizabeths Mutter die Chance, ihre Töchter mit den neuen Nachbarn zu verkuppeln. Elizabeth fühlt sich zu Darzy zwar hingezogen, findet dessen an den Tag gelegte Arroganz jedoch äußerst uncool. Daraufhin beginnt ein gnadenlos langatmiges Hin und her zwischen den beiden, die sich äußerst effektiv dagegen wehren, sich einander anzunähern.


Nach diesen Ausführungen ist nun die Frage: "Und was ist eigentlich mit den Zombies?" mehr als berechtigt. Die haben so gut wie keinen Anteil an der Handlung. Hin und wieder wird einmal ein Bediensteter des Hauses gefressen und vereinzelt werden Zombie-Angriffe kompromisslos abgewehrt. Alles in allem haben sie jedoch nur den Charakter einer Randerscheinung, was sehr schade ist, da die meist monotone Handlung durchaus etwas progressive Auflockerung vertragen könnte. Die in schwarz-weiß gehaltenen Zeichnungen vermitteln auf passende Art und Weise die düstere Atmosphäre und passen somit wunderbar zur Story. Als Fazit bleibt jedoch zu sagen, dass abgesehen von wenigen sarkastisch-trockenen Jokes diese Graphic Novel schlicht und einfach zu wenig bietet.



# # # Bernhard Hesse # # #





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