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Comic-Review: The Goon 5 (Cross Cult)

Neues aus der Lonely Street: Unser liebster Mafiaschläger ist wieder da und erteilt jedem, der eine haben will, eine seiner Lektionen. Diesmal "Über die schrecklichen Konsequenzen von Tugend".

The Goon 5 Cover (C) Cross Cult / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSo untertitelt der aktuelle, mittlerweile fünfte Goon-Band aus dem Hause Cross Cult. Und der ist ein wahrer Leckerbissen für alle Goon-Aficiandos und die, die es noch werden möchten; sind doch hier jene Abenteuer des rauen Burschen mit dem harten Kern versammelt, für die der Schöpfer der genialen Serie, Eric Powell, im Jahr 2005 gleich zwei Eisner-Awards entgegennehmen durfte: Einen für die beste humoristische Publikation, den zweiten für die beste fortlaufende Comic-Reihe.


Und das zu Recht: Es ist beeindruckend, wie Eric Powell eine simpel erscheinende Ausgangsidee – ein brutaler Geldeintreiber der Mafia rittert mit anderen Gangs (allen voran mit der des Zombie-Priesters) um die Vorherrschaft in der großen Stadt – zu einer immer komplexeren Saga weiterentwickelt; einer Saga mit einer stetig wachsenden Zahl von Charakteren, immer wiederkehrenden Running gags und Topoi, Vorgriffen, Rückblenden, Querverweisen, Reminiszenzen und Zitaten.


Natürlich unterhalten Goons Abenteuer auch als Einzelepisoden, aber so richtig Spaß macht die Serie erst, wenn man die vielen großen und kleinen Zusammenhänge (er)kennt. Und auch Mr. Powell scheint die Form der Einzelepisode nicht mehr zu genügen: Das Herzstück dieses Bandes ist ein Geschichte, die sich gleich über drei Einzelhefte erstreckt. Den Inhalt dieser Langstory auch nur im Ansatz wiederzugeben scheint fast unmöglich, denn der Plot schlägt die abstrusesten Haken und Purzelbäume. Also: Selber lesen!


Desweiteren versetzt uns Eric Powell in weihnachtliche Stimmung, wenn er eine ganz große literarische Vorlage durch den Fleischwolf dreht: "A Christmas Charol" von Charles Dickens. In Powells Bearbeitung übernehmen die wohlbekannten Charaktere aus dem Gooniversum die tragenden Rollen. Und in einer weiteren Story geht es zurück in Goons Vergangenheit: Erzählt wird, wie er beinahe einmal die Football-Meisterschaft gewinnt und nebenbei die konkurrierenden Mafia-Familien zu Fall bringt.


Zeichnerisch leistet Powell wieder Großartiges. Sein Strich wird immer subtiler, und er schafft es, die Bildsprache immer perfekt an den Duktus der Erzählungen anzupassen. Auch das Bonusmaterial hat es in sich: Neben einem Einblick in Eric Powells Skizzenblock gibt’s diesmal eine Goon-Geschichte in Prosaform (!) von Thomas Lennon ("Nachts im Museum", "Trauzeuge gesucht"). Kaufempfehlung!



# # # M. G. Weber # # #





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