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Comic-Review: Deadpool – Der Söldner mit der großen Klappe 1 & 2 (Panini)

Ein durchgeknallter Protagonist, sein kopfloses, zombiefiziertes Ebenbild aus einer anderen Dimensionen, Dinosaurier, Zombies und jede Menge blöde Sprüche – was will man mehr?

 
Cover Deadpool - Der Söldner mit der großen Klappe 1 (C) Panini Comics / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWas lange währt, wird endlich gut. Und so hat es auch beim guten Deadpool eine Weile gedauert, bis ihm der Aufstieg in die A-Riege der Marvel-Charaktere gelungen ist. Seinen ersten Auftritt absolvierte der von Rob Liefeld und Fabian Nicieza geschaffene, psychisch gelinde gesagt etwas angeknackste Söldner in New Mutants 98 (Februar 1991) als Schurke, der auf den damaligen Führer des Teams, Cable, angesetzt worden war. Nach mehreren Gastauftritten in anderen Serien des Verlags erhielt Wade Wilsons Alter Ego eine Miniserie namens "Circle Chase" mit Nicieza als Autor und dem künftigen Superstar Joe Madureira am Zeichenbrett. Nach einer weiteren Miniserie wurde 1997 seine eigene Serie gestartet, die aufgrund ihres humorvollen und verrückten Stils bei den Fans sehr beliebt war und es auf 69 Aufgaben brachte.

Nach seinen Auftritten in "Cable & Deadpool" wurde schließlich im Herbst 2008 eine neue Serie gestartet, bis Deadpool im Zuge seines Gastauftritts im Film "X-Men Origins: Wolverine" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde und ein regelrechter Hype um ihn entstand. Die 13-teilige Serie "Deadpool: Merc With a Mouth" war eine der Publikationen, mit der Marvel der explodierenden Nachfrage Rechnung trug. Als Autor konnte der Schriftsteller Victor Gischler gewonnen werden, für die Artworks sorgte Bong Dazo. Panini hat die gesamte Serie in zwei Paperbacks unter dem Titel "Deadpool: Der Söldner mit der großen Klappe" herausgebracht.


Los geht der Spaß mit einem neuen Auftrag für unseren Söldner: Die Terrororganisation A.I.M., aufmerksamen Marvelianern sicherlich bekannt, beauftragt ihn ins Wilde Land zu reisen und dort etwas abzuholen, das einen großen Fortschritt in Sachen biologischer Kriegsführung bedeuten könnte. Gegen ein beachtliches Honorar wird Deadpool von einer Weltraumkapsel aus in das Reich von Ka-Zar geschossen, um sich dort mit einer Agentin zu treffen. Die hübsche Wissenschaftlerin, die natürlich sofort angebaggert wird, hat sich bei der ebenfalls vor Ort agierenden Konkurrenz von H.Y.D.R.A. eingeschlichen und soll ihn zum Objekt seiner Begierde führen.


Wie sich zeigt, handelt es sich dabei um den aus Cover Deadpool - Der Söldner mit der großen Klappe 2 (C) Panini Comics / Zum Vergrößern auf das Bild klickenden "Marvel Zombies"-Miniserien 3 und 4 bekannten Zombie-Deadpool – beziehungsweise um den Kopf, der von ihm übrig geblieben ist. Der wird von den Eingeborenen als Gott verehrt, die natürlich mäßig begeistert sind als Deadpool sich sein nicht weniger durchgeknalltes Pendant schnappt. Er entschließt sich dazu, "Headpool" nicht an A.I.M. zu übergeben, da der Zombie-Virus die gesamte Erdbevölkerung auslöschen könnte und macht sich daran, ihn in seine angestammte Dimension zu bringen. Das erweist sich jedoch etwas schwieriger als geplant, denn nach einer Reise durch diverse Alternativuniversen warten die zombifizierten Kollegen von Headpool auf unseren Helden und seine Mitstreiter wider Willen.


Victor Gischler, in Sachen Comic ein Newcomer, hat mit seiner Deadpool-Miniserie eine witzige und flott inszenierte Geschichte geschaffen: Ein Hauptdarsteller mit Hang zu gestörter Wahrnehmung, allerlei Fettnäpfchen und dummen Witzen, knackige Wissenschaftlerinnen in engen Outfits, Zombies, Dinosaurier, Terroristen, noch mehr Zombies und noch mehr dumme Witze – es ist eigentlich alles vorhanden um jede Menge Spaß mit diesen beiden Bänden zu haben. Abgesehen von Künstlerkollegen wie Rob Liefeld oder Kyle Baker, die für einige Passagen eingesprungen sind, hat der aufstrebende Bong Dazo (alias Angelo Ty Dazo) den Stift fest in der Hand und macht seinen Job sehr gut. Man darf gespannt welche Comics er mit seinem lockeren Strich in Zukunft noch veredeln wird – und ob das Experiment "Deadpool in Deutschland" erfolgreich genug ist, dass Panini uns neues Material mit Wade Wilson serviert…. zu hoffen wäre es!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #
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