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Comic-Review: Hellboy 3 (Cross Cult)

Crossover-Zeit für Mike Mignolas rothäutigen Detektiv des Paranormalen: Neben einem Ausflug nach Gotham City wartet diesmal auch ein Trip ins nicht gerade friedliche Arcadia City.

Cover Hellboy 3 (C) Cross Cult / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBand 3 von Hellboys Abenteuern beschert uns zum Auftakt ein Aufeinandertreffen mit nicht nur einem, sondern gleich zwei Charakteren aus dem DC-Universum: Batman und Starman alias Jack Knight. Dessen Vater Ted, ein brillanter Wissenschaftler und durchaus erfahren in Sachen metaphysischer Forschungen, wird von einem Trupp obskurer Neonazis entführt, während er in Gotham City auf einer von Wayne Industries ausgerichteten Konferenz einen Vortrag halten soll. Selbstverständlich mischt sich der Hausherr in seiner Fledermaus-Abendgarderobe in die Sache ein, kann aber die Flucht der Angreifer nicht verhindern. Unterstützung ist jedoch unterwegs, da die B.U.A.P. (Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen) einen Mann ihres Vertrauens entsendet hat, um den dunklen Ritter zu unterstützen. Hellboy und Batman heften sich unverzüglich an die Fersen der Neonazis, die sich in den südamerikanischen Dschungel verabschieden wollen. Da aber der Joker wieder einmal Mätzchen macht, begleitet Starman den rothäutigen Ermittler auf der Suche nach seinem Vater. Der soll die Schurken dabei unterstützen, einer uralten Gottheit wieder zu neuem Leben zu verhelfen.


Das zweite Abenteuer führt Hellboy in die Straßen von Arcadia City, die wahrlich kein friedliches Pflaster sind. Wie ein kurzer Flashback in das Jahr 1939 zeigt, hat sich an der grassierenden Kriminalität seitdem nicht nur wenig geändert, sondern wurde damals mit tatkräftiger Unterstützung lokaler unwissender Gangster eine uralte Macht beschworen, die natürlich danach trachtet die Welt der Lebenden aufzumischen. Eine Tracht Prügel blüht auch unserem paranormalen Detektiv, als er im Auftrag der B.U.A.P. an den Tatort gerufen wird und an die mysteriöse Ghost gerät. Die untote Lady wird verhängnisvollerweise von einer seltsamen maskierten Gestalt bedrängt, die ihr im Austausch für die deformierte Hand Hellboys Antworten auf brennende Fragen ihrer untoten Existenz in Aussicht stellt. Und so beginnt der Tanz zwischen den beiden ungleichen Kontrahenten…


Verkehrte Welt bei dieser Ausgabe der Hellboy-Reihe von Cross Cult: Während Mike Mignola das Crossover mit Batman und Starman nur zeichnet, hat er bei der Story mit Ghost Zeichen- und Tuschestifte Scott Benefiel und Jasen Rodriguez überlassen. Während das Grundkonzept der ersten Miniserie, die Hellboys Zusammenarbeit mit Batman im ersten und mit Starman im zweiten Teil zeigt, reibungslos funktioniert, will doch die Handlung selbst nicht so richtig zünden. Schon wieder Nazis (natürlich mit massig Hakenkreuzen auf diversen Körperteilen), die eine Lovevraft’sche uralte Gottheit wiedererwecken wollen? Die zeichnerische Umsetzung davon ist wie von Mignola gewohnt top, aber etwas ausgefallener hätte der Grund für diese einmalige Gelegenheit, Hellboy mit den beiden DC-Heroen zu vereinen, durchaus sein können. Da wollte wohl Autor James „Starman“ Robinson seinem Kollegen besonders entgegenkommen. Wesentlich besser kommt im Gegensatz dazu Crossover Nummer 2 daher, das eine Prise 1930er Jahre-Gangstertum zur gewohnten Pulp-Dosis hinzufügt und mit einer hierzulande eher unbekannten, aber umso mehr faszinierenden weiblichen Vigilantin daherkommt. Hier hat Mignola als Autor alles richtig gemacht und seine beiden Künstlerkollegen Benefiel und Rodriguez, wie die Skizzen im Anhang zeigen, richtig instruiert. Hardcore-Fans greifen sowieso zu, alle anderen versäumen allenfalls einige neue Hellboy-Pinups, die Cross Cult wieder einmal spendiert hat.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #





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