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Comic-Review: Witchfinder – In the Service of Angels (Dark Horse)

Direkt "from the pages of Hellboy" kommen wir in den Genuss eines Solo-Abenteuers von Sir Edward Grey, seines Zeichens Okkultist und Agent seiner Majestät Königin Victoria. Mike Mignola himself hat hier Hand angelegt.

rezension_witchfinder_in_the_service_of_angels_cover (C) Dark Horse / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSeltsames geschieht im London des Jahres 1879. Die nunmehr dritte, grausam zugerichtete Leiche eines Mannes wurde in den Straßen gefunden – ein Fall für Sir Edward Grey, der sich als okkulter Ermittler bereits in mehreren Fällen bewährt hat und vor kurzem geadelt worden ist. Was alle drei Toten gemeinsam haben, ist die Teilnahme an einer archäologischen Expedition, bei der eine geheimnisvolle Stadt entdeckt worden war. In den unterirdischen Ruinen dieser jahrtausendealten Zivilisation, die das Geschichtsbild auf den Kopf stellen könnte, fanden sich die Knochen eines seltsamen Wesens: Eine mysteriöse Mischung aus Mensch und Affe scheinbar.


Dass die Aufklärung dieses Falls mit handfester Gefahr verbunden ist, wird Grey klar, als er während seines Besuchs beim Expeditionsleiter Sir Wellington von einem seltsamen rothäutigen Monster überfallen wird. Sein Gastgeber selbst ist von einer Sekunde auf die andere tot, im Gegensatz zu den anderen Opfern allerdings ohne Blutvergießen. Nach einigen Revolverschüssen in seinen Körper verschwindet das Monster so schnell wie es gekommen ist. Nicht weniger unheimlich ist dass Wellington noch Sekunden nach seinem Tod den Namen jenes Teilnehmers verrät, der die Tasche mit den Überresten des Wesens anvertraut bekommen hatte.


Grey ist jedoch nicht der Einzige, der sich auf die Suche nach der ominösen Tasche macht – auch die geheimnisvolle Bruderschaft von Ra interessiert sich dafür. Der "Witchfinder", wie er von seinen Mitmenschen ebenso bewundernd wie abschätzig genannt wird, deckt mithilfe seiner Verbindungen und eines weiblichen Mediums die Ursache für das Auftauchen des mordenden Ungeheuers auf. Wie es scheint, ist die Expedition von Sir Wellington auf die Überreste einer Kreatur gestoßen, deren Ursprung mit dem sagenumwobenen Volk der Hyperboreer und dem mythologischen Königreich von Shambala zusammenhängt.


Die vierteilige "Witchfinder"-Miniserie ist beste Unterhaltung, wie man sie von Mike Mignola gewohnt ist. Die Story rund um den okkulten Ermittler im Viktorianischen Zeitalter überzeugt durch einen gelungenen Mix aus klassischem Gothic-Horror, Detektivgeschichte, einer kleinen Prise Cyberpunk sowie okkult-theologischen, pseudowissenschaftlichen Motiven wie der Hohlwelt-Theorie, den Nachkommen von Atlantis und esoterischen Fantastereien vom Schlage einer Madame Blavatsky. Zeichner Ben Stenbeck setzt das auf hervorragende Art und Weise um, sein Artwork fügt sich toll in das unheimliche Setting ein. Zwei zusätzlich abgedruckte Kurzgeschichten runden das hervorragende Gesamtbild dieses Bands perfekt ab.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #





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