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Comic-Review: Max 36 (Panini)

Wer behauptet dass die wandelnden Toten kein Herz haben? Der zombifizierte Spider-Man jedenfalls nimmt sich eins und versucht seine hungrigen Kollegen aufzuhalten.

Marvels Zombie-Spaß rezension_marvel_max_36_cover (c) Panini / Zum Vergrößern auf das Bild klickengeht wieder einmal in eine neue Runde. Nach dem sensationell komischen Auftakt von Robert "The Walking Dead" Kirkman durfte bekanntlich Fred Van Lente ran und ließ in den Volumes 3 und 4 den untoten Deadpool das reguläre 616er-Universum samt Morbius und seiner Midnight Sons ordentlich durcheinanderwirbeln. Was aber ist in der Zwischenzeit mit den hungrigen Superhelden geschehen, mit denen der Wahnwitz seinen blutigen Anfang genommen hat? Genau diese Frage bekommen wir wiederum von Mr. Van Lente beantwortet, der mit der Hilfe einiger Schriftstellerkollegen und Zeichner "Die Rückkehr der Marvel Zombies" geschaffen hat. Am Ende des zweiten Volumes wurden Spidey & Co. ja von Erde-2149 wegteleportiert, doch weiß nicht einmal Uatu, der Beobachter, wohin die Unruhestifter gelandet sind. Den Netzschwinger jedenfalls hat es in die Paralleldimension von Erde Z verschlagen, und zwar mitten in die Swinging Sixties.


Dort rumort es ordentlich an der Universität, Peter Parker und seine Freunde Norman Osborn, Gwen Stacy und Mary Jane protestieren fleißig gegen die unhaltbaren Studienbedingungen. Gangsterboss Kingpin ist dankbar für die Ablenkung, will er sich doch die antike Tafel der ewigen Jugend krallen und schickt zu diesem Zweck die Sinister Six los. Der Zombie-Spidey aus einer späteren Zeit weiß um die Wirksamkeit der Tafel Bescheid und sieht seine Chance gekommen, sich zu heilen und Buße für seine Untaten zu tun. Leider klappt das nicht so ganz und so wird auch die MJ dieser Dimension unsanft zerstückelt – von Kingpins Schurkenteam, die er des lieben Hungers willen dann doch etwas angeknabbert hat. Die Sache geht jedoch gehörig schief, der Spider-Man dieser Dimension wird gekillt und sein Zombie-Gegenbild ist gezwungen, sich etwas anderes zu überlegen um seinen Fluch zu brechen. Während er sich daran macht ein Gegenmittel zu entwickeln und seinen Appetit zumindest in weniger verwerfliche Bahnen lenkt ("Frisst du Leute?" – "Gelegentlich. Aber keine netten Leute, nur Verbrecher… saftige, knusprige, leckere Verbrecher."), tauchen seine hungrigen Kollegen in den folgenden Jahren ebenfalls auf Erde Z auf. Und selbstverständlich sind sie auf der Suche nach neuen Snacks!


In den Vereinigten Staaten wöchentlich erschienen, sind auch die fünf Teile von "Marvel Zombies Return" wieder eine Fest(schlacht)platte besten Geschmacks. Gags, Gehirn und Gedärm – alles wird zwischen den Seiten gleichmäßig verteilt und macht die Sache zu einer extrem kurzweiligen Lektüre. Nachdem die beiden Vorgänger-Miniserien den Ton mit dem Auftritt von Morbius & Co. merkbar in Richtung Gruselstimmung verschoben haben, punkten Fred Van Lente und seine Co-Autoren diesmal umso deutlicher  mit Albernheiten und schrägem Humor. Das beginnt mit der Parodie von Klassikern des Marvel-Kanons wie dem berühmten Cover von Amazing Spider-Man 50 (in der diesmal allerdings nicht das Kostüm in der Mülltonne landet), dem alkoholabhängigen Tony Stark der "Demon in a Bottle"-Storyline und lässt auch die jüngere Vergangenheit wie "World War Hulk" nicht aus. Doch nicht nur Insider kommen auf ihre Kosten, auch für Marvel-Novizen ist der Zombie-Franchise wieder lesenswert Empfehlung. Dass neben Van Lente noch drei weitere Schreiber (darunter Seth Grahame-Smith, bekannt durch "Stolz und Vorurteil und Zombies") beteiligt sind, fällt durch den gelungenen Lesefluss nicht auf, lediglich die wechselnden Zeichner und einige Schnitzer bei der Übersetzung trüben die Freude etwas. Ansonsten: "Rächer, schlemmen!"



# # # Andreas Grabenschweiger # # #





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Strikter Kaufbefehl.
Wer nicht nur sein Schimpfwortvokabular aufpolieren, sondern auch eine verteufelt lustige Geschichte voll Blasphemie und Zynismus lesen will, sollte (wieder) zugreifen.
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