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Comic-Review: Ultimate Spider-Man 3 (Panini)

Ein Doppelgänger wirbelt nicht nur das Privatleben von Peter Parker gehörig durcheinander, sondern beschädigt auch das Image des Netzschwingers.

(C) Panini Comics / (C) Panini Comics / Zum Vergrößern auf das Bild klicken"Vergiftete Liebe" nennt sich der dritte Band, der uns mit einer neuen Dosis superheldischer Seifenoper um die "ultimative" Version des allseits beliebten Spider-Man versorgt. Von Ruhe und Ordnung kann im Hause Parker immer noch keine Rede sein, spätestens seit Tante May Johnny Storm von den Fantastischen Vier und Bobby "Iceman" Drake, seines Zeichens einer der nach den Ereignissen von "Ultimatum" besonders verhassten Mutanten, Asyl gewährt hat. Während Kitty Pryde nach dem unliebsamen Besuch von Regierungsbeamten mitten im Schulunterricht verschwunden bleibt, versucht Mary Jane zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Sie hat den Zwischenfall heimlich mit ihrer Kamera aufgezeichnet und will das Material der Presse zuspielen, um damit einerseits Kitty zu helfen und andererseits ihre Karriere als aufstrebende Jungjournalistin voranzutreiben. Starreporter Ben Urich vom "Daily Bugle", mittlerweile ein reines Onlinemedium, bietet seine Hilfe an.


Nach dem Treffen kommt es auf der Heimfahrt im Taxi zu turbulenten Szenen: Peter küsst Mary Jane ganz keck, obwohl er doch mittlerweile mit Gwen befreundet ist, und scheint auch sonst wie ausgewechselt. Schulrowdy Flash Thompson wird ordentlich von ihm aufgemischt und plötzlich raubt Spider-Man auch noch Banken aus. Was zum Teufel ist mit dem jungen Parker los? Gar nichts, denn das Original sitzt betäubt und gefesselt gemeinsam mit Zeitungsboss J. Jonah Jameson in einer Lagerhalle, während einer von zwei gestaltwandlerischen Geschwistern seinen Platz eingenommen hat, zu allem Überfluss auch noch seine superheldische Identität korrumpiert und seine Freunde gelinge gesagt mehr als irritiert. Am meisten die arme Gwen, die Zeugin der Knutscherei zwischen ihm und seiner Ex Mary Jane vor versammelter Mannschaft wird!


Auch der dritte Band der Spidey-Soap bietet beste Unterhaltung und einen unbeschwerten Netzschwinger, wie man ihn seit den klassischen Abenteuern von Stan Lee nicht mehr gesehen hat. "Ultimate Spider-Man" macht ordentlich Spaß und man merkt selbigen auch Autor Brian Michael Bendis an, der diesmal mit dem Chamäleon einen klassischen Schurken gleich im geschwisterlichen Doppelpack bringt. Wer die bei Panini laufende monatliche Serie "Spider-Man" liest, wird sicherlich schmunzelnd an ganz ähnliche Ereignisse erinnert werden, die sich im regulären 616er-Universum vor einigen Monaten zugetragen haben. Auch dort übernahm kürzlich das Chamäleon die Identität von Peter Parker und ließ ihn gar im Bett mit seiner latent unsympathischen Mitbewohnerin Michele landen. Soweit geht es hier zwar nicht, genauso witzig ist das Ganze aber auf jeden Fall und kommt auch ohne übermäßige Helden-Action aus. David Lafuentes cartoonhafter, frischer und dynamischer Strich könnte nicht besser zum "ultimativen" Spider-Man passen. Mit Band 4 im Herbst steht dann übrigens die große US-Jubiläumsnummer 150 an – keep ’em coming, Mr. Bendis!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #
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Strikter Kaufbefehl.
Wer nicht nur sein Schimpfwortvokabular aufpolieren, sondern auch eine verteufelt lustige Geschichte voll Blasphemie und Zynismus lesen will, sollte (wieder) zugreifen.
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