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Comic-Review: Sin City 6 (Cross Cult)

Egal ob kurz und knackig oder auf zwei Dutzend Seiten – die Geschichten dieses Bands stehen ganz im Zeichen der Femmes Fatales.

(C) Cross Cult Verlag / Sin City 6 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBevor die Reihe über die blutigen Geschehnisse in Basin City mit dem überlangen siebten und bisher letzten Band abgeschlossen wird, beschert uns "Bräute, Bier & blaue Bohnen" noch einen bunten (sprich: schwarz-weißen) Strauß von insgesamt elf Storys, die ursprünglich in fünf verschiedenen US-Ausgaben erschienen sind. Für die beiden kürzesten braucht Frank Miller gerade einmal drei Seiten: Während "Der Kunde hat immer recht" jene Eröffnungssequenz ist, mit deren Umsetzung "Sin City"-Regisseur Robert Rodriguez seinen späteren Co-Regisseur für das gemeinsame Filmprojekt gewinnen konnte, gibt es in "Fat Man und Little Boy" ein Wiedersehen mit den beiden stets distinguiert parlierenden Handlangern Klump und Shlubb. Doch auch andere altbekannte Charaktere geben sich ein Stelldichein: Dwight findet seinen Kumpel Fargo erhängt in dessen Wohnung vor, während dessen Besucher noch zugegen sind. Der bullige Marv räumt nach dem obligatorischen samstäglichen Barbesuch mit einigen garstigen Collegekids auf und muss dabei mit einigen Gedächtnislücken klarkommen, in "Stille Nacht" befreit er eine junge Sexsklavin aus den Fängen ihrer Peiniger. Auch Gail, Wendy und die tödliche Miho sind erneut mit von der Partie und üben Selbstjustiz an einem Mädchenmörder.


In diesem siebten Band wird der "Sin City"-Mikrokosmos wohl am dichtesten gewoben. Nicht nur diverse bekannte Schauplätze wie die Teergruben, Kadies Bar oder die Farm werden (wahlweise zum Trinken, Töten, für Sex oder Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagden) abgeklappert und wecken Erinnerungen an vergangene Storys, sondern auch die Handlungen mehrerer Figuren sind miteinander verwoben und verzahnt. So erteilt Marv seine Lektionen an genau jenem Abend, an dem sich John Hartigan aus "Dieser feige Bastard" wieder mit Nancy trifft, und Gail instruiert Shelley in "Blue Eyes", was sie der Polizei über Dwight und die Geschehnisse in "Eine Braut, für die man mordet" erzählen soll. Es spricht für die meisterliche Erzählkunst Millers, dass diese Verbindungen einfach im Hintergrund ablaufen und nicht von der Haupthandlung ablenken – den Connaisseur freut`s. Zeichnerisch ist nicht mehr zu sagen als zu den Vorgängern, der reduzierte Düsterstil wird in "Stille Nacht" wohl ultimativ auf die (wortlose) Spitze getrieben. Mit dem Auftritt der tödlichen Killerin Delia im Zentrum gehört dieser siebte Band ganz den Frauen der sündigen Stadt. Prädikat: Wertvoll!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #





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Strikter Kaufbefehl.
Wer nicht nur sein Schimpfwortvokabular aufpolieren, sondern auch eine verteufelt lustige Geschichte voll Blasphemie und Zynismus lesen will, sollte (wieder) zugreifen.
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