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Audiobook-Review: Die Spinne (Lindenblatt)

Das Erstlingswerk der Gebrüder Thot alias Stefan und Thomas Lindner überrascht mit sarkastischen und gut durchdachten Texten.

(C) Lindenblatt Records / Die Spinne und andere unheimliche Erzählungen / Zum Vergrößern auf das Bild klicken"Die Spinne und andere unheimliche Erzählungen" besteht aus zwei kleineren ("Der schwere Gang", "Die zwei Brüder") und einer größeren Erzählung, die titelgebende "Spinne". Getrennt werden sie durch kleinere musikalische Stücke, die eine passende Überleitung schaffen. "Der schwere Gang" handelt von einem Ich-Erzähler auf seinem Weg von der Todeszelle zur Hinrichtung. Die Geschichte wartet jedoch nicht mit dem klassischen Ende auf, das man von so vielen anderen Autoren kennt. Auch der Dialog der "zwei Brüder" verspricht zum Abschluss eine Überraschung. "Die Spinne" ist in sieben Sequenzen aufgeteilt und vereint zwei Handlungsstränge: Der eine kostet jede Nuance einer Spinnenphobie aus, der andere handelt von einem Mann, der sich selbst verhält wie eine Spinne, Frauen anlockt, um sie dann auszunutzen und in allem viel zu weit zu gehen.


Die Texte wurden allesamt von den Brüdern Lindner, Stefan und Thomas, letzterer bei SCHANDMAUL und WETO aktiv, selbst geschrieben und stimmig in Szene gesetzt. Wirklich professionell und leidenschaftlich gelesen unterstützt die musikalische Untermalung wirkungsvoll die düstere Stimmung, die während der gesamten Lauflänge vorherrscht. Dabei wird nicht auf richtiges Grauen und tiefstes Gänsehautfeeling gesetzt, sondern auf das richtige Verhältnis aus Story und musikalisch aufgebauter Stimmung. Starke Nerven sind also keine Voraussetzung für dieses Hörbuch, aber die Neugier auf ein gut gemachtes und ganzheitlich durchdachtes Gesamtkunstwerk. Insgesamt spannend lebt "Die Spinne" aber nicht vom Gruselfaktor, sondern von der künstlerischen Gesamtkomposition, und ist ein wirklich gelungener Auftakt, der hoffentlich noch zahlreiche Nachfolger findet.



# # # Kathrin Schauer # # #





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Strikter Kaufbefehl.
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