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Comic-Review: Arawn 2 (Splitter)

Während die vier Söhne von Siamh ihre Macht entfalten und zu Herren großer Königreiche werden, braut sich im Blutkessel das prophezeite Unglück zusammen.

(C) Splitter Verlag / Arawn 2 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDiesen jungen Herren würde man außerhalb der Fantasy-Serie von Ronan Le Breton und Sébastien Grenier wohl nur ungern begegnen wollen: Die Brüder Math, Kern, Engus und Arawn teilen ein und dieselbe Mutter, haben aber verschiedene Väter. Zwei von ihnen stammen von Dag ab, der dem mysteriösen Bran einst Unterkunft gewährte und von ihm heimtückisch ermordet wurde. Er vergewaltigte dessen Frau Siamh, eine tapfere Kriegerin, die als Folge zwei weitere Söhne gebar. Den vier Knaben scheinen Mord und Totschlag somit praktisch in die Wiege gelegt, was sich durch eine unheimliche Weissagung noch bestätigen soll. Demnach werden sich die Brüder untereinander bis aufs Blut bekämpfen, sodass Siamh ihnen die Prophezeiung wohlweislich verschweigt.


Nachdem sie ihre Männlichkeit bewiesen und jeweils ein mächtiges Artefakt erhalten haben, trennen sich die Wege der vier. Binnen kurzer Zeit schafft es jeder von ihnen, zu einem mächtigen Herrscher aufzusteigen und sich Furcht und Respekt bei ihren Untertanen zu erwerben – nicht zuletzt durch rücksichtslosen Kampf. Arawn, wegen seiner Geschlechtslosigkeit einst von seiner Mutter verstoßen, hat dabei tatkräftige Unterstützung von einem unheimlichen Zauberkessel erhalten, den einst Bran geschmiedet hatte. So ist es ihm gelungen, König Gresholm zu töten und seine Krone an sich zu reißen.


Einzig dessen wunderschöne Frau steht ihm in abgrundtiefem Hass gegenüber, den er durch seine hölzernen Annäherungsversuche zunächst nicht überwinden kann. Schließlich hat er doch noch Erfolg und verliebt sich unsterblich in die stolze Deirdre, die er nach zwei Jahren Beziehung ehelichen will. Dazu lädt er sowohl seine Brüder als auch Siamh ein, doch liegt von Beginn an ein Schatten auf der Hochzeit. Der Blutkessel weckt Begehrlichkeiten, und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Prophezeiung ihrer Erfüllung nähert...


Nicht minder faszinierend als beim Auftakt wird die Geschichte um Arawn fortgesetzt, wobei diesmal der Fokus verstärkt von der Titelfigur genommen wird, um einerseits die Charaktere und Beweggründe seiner drei Brüder und andererseits die Gefahr zu schildern, in der Siamh schwebt. Die Weissagung lauert beständig drohend über "Blutsbande", so der mehr als passende Titel des zweiten Bands. Auch diesmal stattet Ronan Le Breton seine Figuren mit wenig Dialogpassagen aus, um die Begleittexte selbst zur treibenden Kraft der Erzählung werden zu lassen. Oftmals braucht es gar keiner großen Worte, drückt doch Sébastien Greniers fantastisches Artwork die düstere Stimmung mehr als deutlich aus. Von eisigen Weiten bis hin zur fiebrigen Glut des Blutkessels reicht die Farbpalette, die auch Band 2 als Ausstellungskatalog eines Frazetta-Schülers durchgehen lassen würde. "Arawn" bleibt ein heißer Tipp!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #





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Strikter Kaufbefehl.
Wer nicht nur sein Schimpfwortvokabular aufpolieren, sondern auch eine verteufelt lustige Geschichte voll Blasphemie und Zynismus lesen will, sollte (wieder) zugreifen.
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