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Book-Review: Am Ende der Straße (Heyne)

Eines Morgens erwacht der ahnungslose Pizzalieferant Robbie Higgins und muss feststellen, dass es trotz der morgendlichen Uhrzeit stockfinster ist.

(C) Heyne Verlag / Am Ende der Straße / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSeine Freundin Christy und all die anderen Bewohner des kleinen Städtchens Walden sind ratlos und wissen nicht, was es mit der nicht endenwollenden Finsternis auf sich hat und warum weder Strom noch Wasser fließen wollen. Langsam aber doch macht sich Panik unter den Einwohnern breit und schon bald gilt es sich nicht nur mehr, sich vor der Dunkelheit in Acht zu nehmen, sondern auch vor seinen lieben Nachbarn, denn in der Finsternis ist sich jeder selbst der Nächste.


Mit "Am Ende der Straße" hat der Amerikaner Brian Keene einen unterhaltsamen und vor allem überaus "effizienten" Horrorschocker geschaffen. Effizient deshalb, weil die Geschichte einfacher nicht sein könnte: Eine Stadt erwacht. Es ist finster. Aus. Und doch (oder gerade deshalb?) schafft es der Autor den Plot glaubhaft und dadurch auch so erschreckend weiter zu spinnen. Dabei geht es weit weniger um die Erkundung der rätselhaften Dunkelheit – obwohl natürlich einige Spekulationen angestellt werden – als viel mehr um die Natur des Menschen, sich in Ausnahmesituationen auch ausnehmend zu verhalten.


Dabei erfindet Keene bei der Zusammenstellung seiner Charaktere durchwegs das Rad nicht neu. Da haben wir den einfachen, aber heldenhaften Hauptakteur, einen leicht trotteligen, aber mutigen Quoten-Loser, und auch die obligatorische White-Trash-Aufrührerin darf nicht fehlen. Das sei ihm verziehen, kann er diese Schwäche doch mit pointierten Dialogen und blumiger Sprache wieder wettmachen. Für alle Lovecraft-Fans unter uns gibt es gegen Ende auch noch einen kurzen Abstecher in die wunderbare Welt des Cthulhu-Mythos (in keiner guten Geschichte sollten Urzeitmonster fehlen!). "Am Ende der Straße" ist eine Freude für alle Fans der "Was wäre wenn"-Literatur, aber nichts für diejenigen, für die eine Geschichte komplex, wagemutig und bis in die letzte Zeile durchdacht sein muss. Man darf also gespannt sein was uns Mr. Keene in Zukunft noch so bescheren wird.



# # # Maria Capek # # #





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Strikter Kaufbefehl.
Wer nicht nur sein Schimpfwortvokabular aufpolieren, sondern auch eine verteufelt lustige Geschichte voll Blasphemie und Zynismus lesen will, sollte (wieder) zugreifen.
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