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Audiobook-Review: Sherlock Holmes & Co. 1 (Romantruhe Audio)

Gangster und Ganoven aufgepasst! Der britische Meisterdetektiv hat wieder die Ermittlungen aufgenommen.

(C) Romantruhe Audio / Sherlock Holmes & Co. 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMit der ersten Folge der neuen Reihe "Sherlock Holmes & Co." betritt das Label Romantruhe Audio Neuland und wendet sich dem Krimigenre zu. Die von Markus Winter produzierte Serie wird sich allerdings nicht allein auf  Sherlock Holmes und seinen Sidekick Dr. Watson beschränken, sondern in loser Abfolge weitere bekannte Experten im Bereich der Deduktion vorstellen. Den Anfang macht allerdings, wie nicht anders zu erwarten,  Sherlock Holmes höchst persönlich. Schon bei der Auswahl der literarischen Vorlage geht dieses Hörspiel neue Wege und greift nicht auf ein Werk des geistigen Vaters von Sherlock Holmes, Sir Arthur Conan Doyle zurück, sondern eines seiner Erben, James A. Brett.


Es ist höchst erfreulich dass man bei Romantruhe Audio gewillt ist, abseits der bereits ausgewalzten Wege sein Glück zu versuchen und einem eher unbekannten Autor den Vorzug gibt. Den Einstand kann man nämlich nur als gelungen bezeichnen, denn die Kurzgeschichte "The Haunted House" liefert alle Zutaten, die "Das Geisterhaus" zu einem ansprechenden kriminalistischen Hörspiel machen. Jeder Freund des britischen Meisterdetektivs wird bei dieser Geschichte mit der Zunge schnalzen: Ein älterer Herr, der auf seinem einsamen Landsitz vom Geist seiner verstorbenen Frau verfolgt wird und keinen anderen Ausweg sieht als Sherlock Holmes um Hilfe zu bitten – ein Bestandteil aus dem klassischen Kanon um den britischen Meisterdetektiv.


Markus Winter ging in seiner Bearbeitung allerdings noch ein Stück weiter und verleiht dem Ganzen einen Rahmen, indem er Fragmente aus der Originalgeschichte "Eine Studie in Scharlachrot" einfließen lässt. So beginnt das Hörspiel mit eben jener schicksalsträchtigen Begebenheit, bei der Sherlock Holmes und Doktor Watson einander kennen lernen. Bei der Auswahl der Sprecher bewies man ein geschicktes Händchen und verordnete sich eine Frischzellenkur, somit wirken die Stimmen in dieser Adaption nicht wie alte Männer, sondern wie in den Erzählungen Doyles erwähnt, wie junge Männer Anfang 30. So wählte man für Sherlock Holmes Charles Rettinghaus und Florian Halm für Dr. Watson, die bereits bei der Verfilmung von Guy Ritchie als deutsche Synchronsprecher zum Zug kamen. Die beiden passen hervorragend zu den Charakteren und man kauft ihnen ihre Rollen zu jeder Zeit ab. Unterstützt werden sie dabei von einem Ensemble aus alten Hörspielhasen wie Wolf Frass, Konrad Halver und Bernd Vollbrecht und einigen anderen, die ebenfalls mit großem Eifer zu Werke gehen. Hier gibt es wirklich nichts zu meckern!


Perfekt passend ist auch das von Claudia Sirnbacher komponierte Titelthema, das sich bereits nach dem ersten Hördurchgang im Kopf festsetzt und zu überzeugen weiß. Ob es schierer Zufall ist, dass jenes Titelthema vom Trio da Capo mit einer Violine, dem Lieblingsinstrument von Sherlock Holmes vorgetragen wird? Das Cover ist in einem auffälligen Orange gehalten, dazu wurde ein schlichtes schwarzweißes Foto eingefügt. Sicherlich nicht das originellste Layout, aber doch geeignet um den potentiellen Käufer aufmerksam werden zu lassen. Wer bereit ist, sich auf eine neue Interpretation der Figur  Sherlock Holmes einzulassen, kommt hier in den Genuss eines gelungenen neuen Falls des Meisterdetektivs aus der Baker Street und kann bedenkenlos zugreifen. Gute Krimikost im klassischen Gewand mit Luft nach oben.



# # # Oliver Fleischer # # #





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Strikter Kaufbefehl.
Wer nicht nur sein Schimpfwortvokabular aufpolieren, sondern auch eine verteufelt lustige Geschichte voll Blasphemie und Zynismus lesen will, sollte (wieder) zugreifen.
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