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Comic-Review: Ultimate Spider-Man 5 (Panini)

Taschentücher zücken, es heißt (in zweierlei Hinsicht ultimativ) Abschied nehmen von Peter Parker!

(C) Panini Comics / Ultimate Spider-Man 5 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWer sich die Mühe machen würde, eine Liste der in der Geschichte der Superhelden-Comics bisher verstorbenen Charaktere zu erstellen, müsste eine Menge Geduld und Freizeit aufbringen. Und sich auf das eine oder andere Déjà-vu-Erlebnis einstellen, denn in keinem anderen Medium gelingt es derart vielen Figuren, dem Grab zu entfliehen – sieht man vielleicht einmal von Freddie Krueger und seinen Slasherfilm-Kollegen ab. Besonders Marvel darf sich das Verdienst anheften, etliche Helden und Schurken aus seinem umfangreichen Personal getötet und wieder belebt zu haben. Die prominentesten Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit sind der Tod und die Rückkehr von Captain America sowie das soeben von Panini auch auf Deutsch veröffentlichte Ende von Johnny Storm alias "Human Torch", der aber sicherlich nur einige Jährchen auf sein Comeback warten wird müssen.


Was sollte den Leser also, da der Herr über Leben und Tod offenbar in der Fifth Avenue in New York residiert, bei der mit dem üblichen großen Pomp angekündigten Storyline "Der Tod von Spider-Man" überraschen? Mit dem fünften Band von "Ultimate Spider-Man" sind nun auch hierzulande die letzten fünf Ausgaben des US-Dauerbrenners in deutscher Übersetzung erhältlich. Während sich Spidey, zuletzt von den "Ultimativen" zur Teilnahme an einem Superhelden-Trainingsprogramm verdonnert, von Captain America eine wenig schmeichelhafte Moralpredigt anhören muss, bricht andernorts sein tot geglaubter Erzfeind Norman Osborn gemeinsam mit Dr. Otto Octavius, Sandman, Electro, Kraven und dem Geier aus seinem Gefängnis aus. Sie nutzen die allgemeine Verwirrung aus, die durch den Kampf zwischen den Avengers und den "Ultimativen" herrscht, und machen sich auf die Suche nach Peter Parker. Der hat inzwischen von Osborns Flucht erfahren und versucht, seine Familie zu schützen. Durch einen Gewehrschuss schwer verwundet, kommt es zum unvermeidlichen Showdown mit Osborn.


Nachdem der Auftakt des Revamps um den ultimativen Spidey, maßgeblich unterstützt vom cartoonigen Artwork von David Lafuente, eine äußerst lockere und heitere Angelegenheit war, vollzieht Brian Michael Bendis mit der letzten Storyline um Peter Parker eine Wendung um 180 Grad. Viel zu lachen gibt es nicht mehr für unseren Netzschwinger, der versuchen muss, das Leben seiner Liebsten zu beschützen – wenn auch um den Preis, seine Maske vor der Öffentlichkeit abzulegen. Zum großen Finale fährt Bendis nochmals alle Geschütze auf und wirft mit Osborn den einzig würdigen Endgegner ins Gefecht. Skurril ist jedoch dass er und Electro mehrere Seiten lang nackt mit ihren (männlichen) Mitstreitern herumlaufen – fragt sich, aus welchem Grund Bendis hier noch etwas Homoerotik einbauen wollte? Wie auch immer, sein kongenialer Partner Mark Bagley darf sich noch einmal austoben, mehrere wunderschöne Splashpages zaubern und beweisen, dass er der definitive Spidey-Zeichner der 1990er und 2000er Jahre ist. Jetzt wird es spannend, ob sich die "ultimative" Zukunft in "Ultimate Fallout" ähnlich unterhaltsam präsentieren wird.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #





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Strikter Kaufbefehl.
Wer nicht nur sein Schimpfwortvokabular aufpolieren, sondern auch eine verteufelt lustige Geschichte voll Blasphemie und Zynismus lesen will, sollte (wieder) zugreifen.
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