"Well I don`t care about history" sangen sie 1979, mittlerweile sind sie (und nicht erst seit ihrer Aufnahme in die Rock’n’Roll Hall of Fame 2001) – ein nicht mehr wegzudenkender Teil der Geschichte der Popmusik: Die RAMONES. Biographien über die Band gibt es einige, diese ist aber etwas Besonderes: Monte A. Melnick (der sein Buch gemeinsam mit Frank Meyer verfasste) war nicht nur Tourmanager, sondern Band-Intimus, Mädchen für alles und Freund.
Der Titel "Auf Tour mit den Ramones" führt ein wenig in die Irre: Natürlich kommt der Aspekt des Lebens "on the road" nicht zu kurz, Melnicks Buch ist aber weit mehr als etwa eine bloße Ansammlung von Tournee-Schnurren: In 16 Kapiteln, die übrigens alle nach RAMONES-Songs und -Albumtiteln benannt sind, beleuchtet Melnick die komplette Karriere der Band, angefangen von den Jugendtagen der Mitglieder in Queens bis zum Tod von Johnny Ramone 2004.
Dabei bedient er sich der Methode der Oral history: Das Buch besteht nicht wie normalerweise aus Fließtext, sondern setzt sich zusammen aus einer Unzahl von kurzen Schnipseln aus Interviews mit den RAMONES selbst, aber auch mit Wegbegleitern, Verwandten, Bekannten, Freunden und auch Feinden, die geschickt kompiliert sind. Die Story der RAMONES wird so von einer Vielzahl von Stimmen erzählt, die subjektiven Sichtweisen der Interviewten ermöglichen den Lesern, sich ein eigenes Bild zu machen.
Die Methode ist nicht neu, gerade für die Punk-Geschichtsschreibung steht sie hoch im Kurs: Legs McNeil und Gillian McCain haben 1997 mit "Please Kill Me" die unzensierte Oral history des US-amerikanischen Punk Rock vorgelegt; dieselbe Methode nutzte auch Jürgen Teipel für seinen Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave "Verschwende Deine Jugend". Für das Vereinigte Königreich hat John Robb mit "Punk Rock" ein Buch nach gleicher Machart vorgelegt.
Diese Methode liefert ein vielfältiges, manchmal widersprüchliches, aber immer buntes und lebendiges Bild einer legendären Band. Für Fans ist Melnicks Buch sowieso ein Must-have (falls man nicht ohnehin schon das englische Original im Schrank stehen hat), allen anderen bietet es eine spannend zu lesende und umfassende Geschichte der Ramones. Garniert ist das Buch mit einer Unzahl von Fotos, Reprints von Konzertplakaten, Backstage-Pässen, Tour-Verträgen und anderer Memorabilia. Und ganz am Schluss steht eine penible Auflistung aller 2263 Ramones-Konzerte. Wer also die Anzahl nicht glauben will, darf selber nachzählen.
In diesem Sinne: Gabba Gabba Hey!
Der Titel "Auf Tour mit den Ramones" führt ein wenig in die Irre: Natürlich kommt der Aspekt des Lebens "on the road" nicht zu kurz, Melnicks Buch ist aber weit mehr als etwa eine bloße Ansammlung von Tournee-Schnurren: In 16 Kapiteln, die übrigens alle nach RAMONES-Songs und -Albumtiteln benannt sind, beleuchtet Melnick die komplette Karriere der Band, angefangen von den Jugendtagen der Mitglieder in Queens bis zum Tod von Johnny Ramone 2004.
Dabei bedient er sich der Methode der Oral history: Das Buch besteht nicht wie normalerweise aus Fließtext, sondern setzt sich zusammen aus einer Unzahl von kurzen Schnipseln aus Interviews mit den RAMONES selbst, aber auch mit Wegbegleitern, Verwandten, Bekannten, Freunden und auch Feinden, die geschickt kompiliert sind. Die Story der RAMONES wird so von einer Vielzahl von Stimmen erzählt, die subjektiven Sichtweisen der Interviewten ermöglichen den Lesern, sich ein eigenes Bild zu machen.
Die Methode ist nicht neu, gerade für die Punk-Geschichtsschreibung steht sie hoch im Kurs: Legs McNeil und Gillian McCain haben 1997 mit "Please Kill Me" die unzensierte Oral history des US-amerikanischen Punk Rock vorgelegt; dieselbe Methode nutzte auch Jürgen Teipel für seinen Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave "Verschwende Deine Jugend". Für das Vereinigte Königreich hat John Robb mit "Punk Rock" ein Buch nach gleicher Machart vorgelegt.
Diese Methode liefert ein vielfältiges, manchmal widersprüchliches, aber immer buntes und lebendiges Bild einer legendären Band. Für Fans ist Melnicks Buch sowieso ein Must-have (falls man nicht ohnehin schon das englische Original im Schrank stehen hat), allen anderen bietet es eine spannend zu lesende und umfassende Geschichte der Ramones. Garniert ist das Buch mit einer Unzahl von Fotos, Reprints von Konzertplakaten, Backstage-Pässen, Tour-Verträgen und anderer Memorabilia. Und ganz am Schluss steht eine penible Auflistung aller 2263 Ramones-Konzerte. Wer also die Anzahl nicht glauben will, darf selber nachzählen.
In diesem Sinne: Gabba Gabba Hey!
# # # Gustav Ganz # # #





Metalion – The Slayer Mag Diaries
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